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Warum Flyer oft wirkungslos sind

Tobi und Robert haben einen Computerreparatur-Service. Doch in letzter Zeit bleiben die Kunden aus. Um die Auftragslage wieder anzukurbeln, lassen sie einen Flyer erstellen. Und der ist gar nicht mal so schlecht, denn sie haben viel richtig gemacht:

 

  • Der Text beschreibt deutlich, was das Besondere an ihren Dienstleistungen ist und warum sie mehr zu bieten haben als die Konkurrenz. Außerdem hat der Text griffige Überschriften, die die Aufmerksamkeit der Leser wecken.
  • Der Text wurde mit Bildern aufgelockert. Und es gibt genug weiße Räume, damit die Inhalte wirken können. Denn wenn ein Flyer bis obenhin mit Text gefüllt ist, schreckt das die Leser ab.
  • Der Flyer enthält Zitate zufriedener Kunden, was die Glaubwürdigkeit des Angebots erhöht.
  • Tobi und Robert haben nicht ihre ganze Palette beworben, sondern nur eine einzelne Leistung: ihren PC-Notdienst für Privatkunden.
  • Natürlich haben sie verschiedene Kontaktmöglichkeiten aufgeführt: Telefon, E-Mail, Website und sogar eine Handy-Nummer für Notfälle.
  • Das Papier, das sie gewählt haben, ist qualitativ hochwertig.
  • Der Flyer wurde von einem Lektor gegengelesen — denn Rechtschreibfehler würden ihn sofort unprofessionell wirken lassen.
  • Und nicht zuletzt haben Tobi und Robert einen 10-Prozent-Gutschein für Neukunden in den Flyer integriert.

 

Kurzum: Auf das Ergebnis können die beiden stolz sein. Nun müssen sie ihren Flyer nur noch unter die Leute bringen. Sie fragen in Geschäften und Restaurants, ob sie ihn auslegen dürfen: im Sonnenstudio zum Beispiel und in der Wäscherei, beim Italiener und in der Szenekneipe, an der Tankstelle und in der Schneiderei. Sie sind außerdem zwei Tage lang unterwegs, um den Flyer in Briefkästen zu werfen.

 

Wie war nun die Resonanz dieser aufwendigen Werbeaktion? Leider enttäuschend. Tobi und Robert bekamen Post von zwei Druckereien, die ihnen ihre Dienste anboten. Ein potentieller Kunde rief sie an, fragte ihre Preise ab und meldete sich nie wieder.

 

Wieso sind die beiden mit ihrem Flyer, der nach allen Regeln der Kunst erstellt war, also gescheitert?

 

Die richtige Zielgruppe finden

Das liegt daran, dass sie sich die wichtigsten Fragen nicht gestellt hatten: Wer ist unsere Zielgruppe und wo können wir sie erreichen? Auf welchen Wegen suchen mögliche Kunden nach uns?

 

Denn das Wichtigste an einem Flyer ist, dass er die richtigen Leute erreicht. Egal, was man anbietet: Die Zielgruppe ist immer begrenzt.

 

Die Privatkunden von Tobi und Robert besitzen natürlich alle einen Computer. Und zwar einen, der ihnen gerade Probleme bereitet. Außerdem wollen oder können sie sich damit nicht an das Fachgeschäft wenden.

 

Doch wo sucht man nach einem Reparaturdienst, wenn man gerade Computerprobleme hat? Die wenigsten Kunden bewahren Werbeflyer, die sie irgendwann bekommen haben, auf. Und es ist unwahrscheinlich, dass  gerade im richtigen Moment ein Flyer in den Briefkasten flattert. Also schaut man  erst einmal bei Google.

 

Das alles erklärt, warum Tobis und Roberts Flyer keine Wirkung erzielt hat. Das Beispiel ist natürlich fiktiv, aber Ähnliches haben schon viele Unternehmer erlebt.

 

Denn Flyer gehören zu den Werbemitteln mit den höchsten Streuverlusten. Ein wichtiger Grund dafür ist die unzureichende Zielgruppenabgrenzung.

 

Wie erreicht man die Zielgruppe?

An die richtige Zielgruppe kommt man nicht heran, indem man Flyer wahllos in Briefkästen steckt oder in Geschäften in der Umgebung auslegt. Ohnehin ist ein Flyer nicht das beste Mittel für die Ansprache von Neukunden. Eine eigene Website, Empfehlungsmarketing oder die aktive Pflege von Netzwerken sind meist wirksamer.

 

Dennoch kann ein Flyer sinnvoll sein, wenn man ihn am richtigen Ort anbietet — zum Beispiel in Geschäften, in denen die Zielgruppe einkauft: Wenn Sie Gemüsekisten-Abos anbieten, könnten Sie Ihren Flyer in einem veganen Restaurant oder einem Biosupermarkt auslegen. Der Betreiber einer Tierpension könnte in Zoogeschäften oder Tierarztpraxen nachfragen.

 

Flyer können außerdem nützlich sein, wenn sie andere Werbemaßnahmen ergänzen: Wenn Sie auf einer Veranstaltung Ihr Angebot oder Ihr Wissen präsentieren, können Sie Ihre Teilnehmer so auf Ihre Leistungen aufmerksam machen. Die Teilnehmer konnten sich ja bereits ein Bild von Ihnen machen — wenn Sie sie überzeugt haben, nehmen sie gerne einen Flyer mit und setzen sich mit Ihrem Angebot auseinander.

 

Bevor Sie sich für einen Flyer entscheiden, sollten Sie sich also folgende Fragen stellen:
  • Wer ist die Zielgruppe? Je kleiner sie ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich andere Maßnahmen besser auf sie abstimmen lassen.
  • Über welche Wege nehmen Kunden Kontakt mit Ihnen auf? Lässt sich die Zielgruppe überhaupt von Flyern ansprechen?
  • Lässt sich mit dem gleichen Budget eine wirksamere Werbemaßnahme realisieren?

 

Ein Flyer kann nützlich sein, wenn er bei Ihrer Zielgruppe ankommt. Doch oft erreichen Sie mit anderen Werbemaßnahmen mehr.

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8 Vorurteile über das Texten

1. Eigentlich müsste ich meine Texte selbst schreiben.

Schreiben lernt man schon in der Schule. Außerdem wurden sicher nie so viele Texte veröffentlicht wie heute, im Internetzeitalter. Man postet auf Facebook, verfasst oder kommentiert Beiträge, schreibt Mails … Da kann es doch auch keine große Kunst sein, die Texte für die eigene Website oder eine Broschüre selbst zu schreiben. Auf diese Weise kann man sich die Kosten für den Texter sparen. Diese Vorstellung ist leider immer noch weit verbreitet – dabei ist sie ebenso falsch wie gefährlich.

Natürlich ist Schreiben eine Grundfertigkeit, die jeder beherrschen sollte. Doch um professionelle Texte zu schreiben, braucht man sehr viel Wissen, Können und Übung. Das wird leider oft unterschätzt. Denn es genügt ja nicht, bloß die wichtigsten Informationen zusammenzustellen. Sondern man muss sie auch spannend darstellen, damit der Text den Lesern gefällt. Und das gelingt nur, wenn man sehr viel Erfahrung mit dem Schreiben hat.

Es stimmt auch, dass heute viel geschrieben wird. Gerade deshalb kann man sich aber nur durch Qualität abheben: Wenn der Inhalt einer Website nicht ansprechend ist, klickt der Besucher sie schnell weg. Denn es gibt wahrscheinlich hundert andere mit ähnlichen Inhalten. Nur mit guten und individuellen Texten kann man den Leser dazu bringen, weiterzulesen. Noch dazu sind schlechte Texte nicht nur nutzlos, sondern sogar schädlich: Denn ungeschickte Formulierungen, schwer verständliche Bandwurmsätze, langatmiges Amtsstubendeutsch und Rechtschreib- oder Kommafehler wirken unprofessionell. Selbstüberschätzung ist in diesem Fall also gefährlich.

Doch oft steckt gar nicht Selbstüberschätzung dahinter, wenn ein Unternehmer denkt, er müsste seine Texte selbst schreiben. Manchmal rufen mich Kunden an, denen es regelrecht peinlich ist, dass sie das nicht hinbekommen. Das ist natürlich nicht nötig: Schließlich ist es auch niemandem peinlich, sein Auto nicht selbst reparieren zu können oder sich nicht selbst eine Zahnfüllung machen zu können. Viele wissen einfach nicht, wie viel Übung und professionelle Kenntnisse erfahrene Texter haben. Auch beim Schreiben gibt es eben Laien und Profis. Ebenso wie beim Reden: Das kann auch jeder, und dennoch gibt es professionelle Redner ebenso wie Redenschreiber – und zwar aus gutem Grund.

2. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich das selbst schreiben.

Ja, aber nur, wenn Sie selbst Texter sind.  Ein Webdesigner, Coach, Arzt oder Handwerker versteht sich sicher hervorragend auf seine Profession – aber wie ein Profi schreiben kann er natürlich nicht. Und selbst wenn er es schafft, seine Gedanken irgendwie zu Papier zu bringen: Ein professioneller Text ist das nicht. Texte schreibt man nicht einfach schnell herunter. Man plant sie systematisch, man konstruiert sie. Und damit komme ich zum nächsten Vorurteil:

3. Schreiben ist einfach und geht schnell.

Schön wär’s. Manche denken, Texter haben  unter der Dusche eine Inspiration und brauchen diese dann bloß zu Papier zu bringen … In Wirklichkeit muss man oft stunden- oder tagelang am Schreibtisch brüten. Und wenn dabei ein Text herauskommen soll, der locker und kreativ klingt – dann dauert es umso länger.

Texten ist kein einfacher Job und man verdient sein Geld nicht mit genialen Einfällen. Es kostet viel Zeit und erfordert Anstrengung. Bevor ein Texter mit dem Schreiben loslegt, muss er erst recherchieren und Informationen sammeln. So entstehen Ideen für den Text – und dann erst beginnt die Suche nach der passenden Formulierung. Es ist ein langwieriger Prozess, der für Außenstehende schwer durchschaubar ist. Aber anders geht es nicht. Denn eine feste Anleitung fürs Texten gibt es nicht. Und damit schließt sich Vorurteil Nummer 4 an:

4. Texte kann man nach einem festen Muster erstellen.

Wenn das so wäre, gäbe es schon jede Menge DIY-Videos auf YouTube. So ist es aber nicht. Natürlich gibt es objektive Kriterien für gute Texte, die ein Profi kennen muss. Und es gibt sogar Verfahren, mit denen man die Wirkung von Texten untersuchen kann.

Doch damit Texte wirken, muss noch mehr dazukommen. Ein Texter muss erfassen können, was das Besondere an einem Unternehmen oder Produkt ist. Und er muss die richtigen Worte finden. Er muss auch wissen, welcher Tonfall für die Zielgruppe der richtige ist: Denn 18-Jährige sprechen eine andere Sprache als 60-Jährige.

Das ist alles keine Zauberei, sondern ein kreativer Prozess. Und dafür braucht man neben Wissen auch Talent und Erfahrung. Und einen besonderen Blick auf die Dinge.

Nicht jeder kann zu einem guten Texter werden. Ebenso wenig wie jeder Dressurreiter, Fotograf oder Versicherungsmathematiker sein könnte. Und das ist auch gut so: Schließlich soll jeder das tun, wozu er bestimmt ist und was seiner Begabung entspricht.

5. Texter brauchen vor allem Gefühle und Inspiration.

Nein, man braucht vor allem Können, Wissen und Erfahrung. Und Konzentrationsfähigkeit und die Bereitschaft, lange am Schreibtisch zu arbeiten. Die Inspiration kommt dazu. Vielleicht. Und oft erst nach langem Nachdenken. Und Gefühle? Man sollte es vielleicht besser Kreativität nennen oder Vorstellungsvermögen. Aber auch das kommt nicht von allein, man muss es sich erst erarbeiten.

6. Das merkt doch niemand, dass ich den Text selbst geschrieben habe.

Leider doch. Natürlich können die meisten Leser nicht erkennen, ob der Text nach allen Regeln der Kunst geschrieben ist und die Merkmale enthält, die ein Profi-Text haben sollte. Was sie aber durchaus einschätzen können, ist die Gesamtwirkung. Für schiefe Töne hat auch ein ungeübter Leser ein Gespür. Er kann zwar nicht erklären, warum der Text nicht gut klingt – aber dass er nicht gut klingt, merkt er. Und dann zweifelt er womöglich an der Professionalität des Anbieters.

7. Gute Texte dürfen nicht viel kosten.

Texten ist zeitaufwendig. Deshalb sind gute Texte nicht für ein paar Cent pro Wort zu bekommen. Dennoch denken manche Auftraggeber, dass sie für einen zweistelligen Betrag einen professionellen Texter beauftragen können. Das ist freilich eine absurde Idee. Denn ein Selbständiger, der sich am Markt halten will, muss vernünftig kalkulieren. Und für ein Taschengeld bekommt man nun mal keinen Experten, der lange Jahre an der Universität verbracht und sich danach noch weiter spezialisiert hat. Wie sein Honorar zustande kommt, kann Ihnen Ihr Texter natürlich erklären. Denn ein Profi kann den Aufwand meist ziemlich genau einschätzen.

8. Ich weiß nicht, welchen Texter ich beauftragen soll. Am besten verlange ich erst kostenlose Probetexte.

Jeder hätte gerne Sicherheit, bevor er sich für einen Dienstleister entscheidet. Doch wenn Ihnen ein Texter tatsächlich einen kostenlosen Probetext anbietet, sollte Sie das eher misstrauisch machen. Denn jemand, der etwas von seinem Fach versteht, wird sicher nicht für jeden neuen Kunden erst einmal umsonst arbeiten. Beim Bäcker bekommt man auch kein Probebrötchen – obwohl das noch nicht mal einen Euro kosten würde.

Um einen kurzen Probetext zu schreiben, bräuchte ein Texter normalerweise mindestens eine Stunde – das wäre ein teures Geschenk. Ein Texter, der sich darauf einlässt, schätzt den Wert seiner eigenen Leistung zu niedrig ein – und ist daher auch kein professioneller Geschäftspartner. Wenn man unsicher ist, kann man natürlich erst einmal einen kleinen Auftrag vereinbaren. Oder einen bezahlten Probetext.

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Welche Texte braucht man für eine gute Website?

Wenn das neue Design für die Website steht, knallen in manchen Unternehmen schon die Sektkorken. Doch der Internetauftritt ist damit noch lange nicht perfekt. Denn über den Erfolg einer Website entscheiden gewöhnlich die Texte.

Doch welche Texte gehören zum Pflichtprogramm, welche zur Kür? Welche kann man selber schreiben, für welche braucht man einen Texter?

1. Imagetexte: Unverzichtbar für Ihre Selbstdarstellung im Internet

Da wären zunächst die Imagetexte. Diese vermitteln den Lesern ein positives Bild des Unternehmens. Außerdem enthalten sie die Informationen, die für die Kunden wichtig sind.

Solche Texte sind nicht leicht zu schreiben:

 

  • Inhalt und Wortwahl muss man sorgfältig planen. Damit Imagetexte professionell wirken, muss jede Formulierung sitzen.
  • Außerdem müssen sie leserfreundlich sein. Abgedroschene oder komplizierte Formulierungen, aufgeblähte Schachtelsätze oder nichtssagende Phrasen haben in Imagetexten nichts verloren.
  • Sie sollen außerdem die Perspektive des Kunden berücksichtigen. Denn der Kunde möchte wissen, welche Vorteile Ihr Angebot für ihn hat.
  • Und damit nicht genug: Gleichzeitig sollen Imagetexte die Kunden davon überzeugen, dass sie Ihnen vertrauen können.

 

Für Imagetexte ist es wichtig, die Sicht des Kunden zu kennen. Bei dem eigenen Unternehmen ist man aber immer ein bisschen betriebsblind. Schon deshalb sollte man auf alle Fälle einen Texter beauftragen: Denn er betrachtet das Angebot von außen, wie ein interessierter Kunde.

 

2. Ratgebertexte: Gut für die Reputation

Vielleicht werden Sie oft um Rat gefragt. Warum also nicht Ihr Wissen bündeln und auf der Website interessante Informationen anbieten? So können Sie sich als Experte auf Ihrem Fachgebiet präsentieren und das Vertrauen der Kunden gewinnen. Außerdem werden Ratgebertexte gut von Suchmaschinen gefunden. Sie gewinnen also auch neue Besucher für Ihre Website.

Mit Ratgebertexten können Sie nur gewinnen: wenn sie für den Kunden wertvoll, ansprechend geschrieben und – selbstverständlich – sachlich richtig sind.

Ob Sie diese Texte selber schreiben sollten? Vielleicht, wenn Sie ein bisschen Übung haben: Denn es ist gar nicht so einfach, ein Thema leicht verständlich zu erklären, die Informationen in die richtige Reihenfolge zu bringen und dabei noch klar und leserfreundlich zu formulieren.
Wenn Ihnen das schwerfällt: Dann schreiben Sie einen Entwurf und überlassen Sie die restliche Arbeit einem Texter.

Ganz wichtig, wenn Sie selbst schreiben: Achten Sie auf korrekte Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik und lassen Sie Ihre Texte am besten lektorieren. Denn Kunden zweifeln schnell an der Glaubwürdigkeit und Professionalität eines Unternehmens, wenn sie Fehler entdecken.

3. Blogbeiträge: Stark für die Kundenbindung

Für Selbständige und Unternehmen kann ein Blog ein hervorragendes Marketing-Werkzeug sein. Dennoch sollte man sich die Entscheidung nicht zu leicht machen, sondern Kosten und Nutzen abwägen. Zunächst die Vorteile:

Mit einem Blog steigt Ihre Sichtbarkeit im Internet. Wenn Sie regelmäßig interessante Artikel veröffentlichen, verbessert sich langfristig Ihr Ranking in den Suchmaschinen. Die Folge: Ihre Website wird von mehr Lesern gefunden.

Ihre Kunden lernen Sie besser kennen. Wenn Sie aus Ihrem Arbeitsalltag erzählen oder Ihre Gedanken mit den Lesern teilen, wirken Sie sympathisch und aufgeschlossen.  Ihr Unternehmen bekommt ein Gesicht, und es wird für Sie leichter, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen.

Ihre Kunden können mit Ihnen diskutieren. Die Leser können Ihre Artikel kommentieren und so direkt mit Ihnen in Dialog treten. Dazu können Sie sie auch direkt einladen. Fragen Sie Ihre Leser zum Beispiel nach ihrer Meinung. Ein Blog hilft Ihnen also, mit Ihren Lesern in Kontakt zu kommen.

Sie können Ihr Wissen weitergeben und sich als Experte etablieren. Den Kunden zeigen Sie so, dass Sie etwas von Ihrem Fach verstehen – und zwar auf unaufdringliche Weise. Eine bessere Werbung kann es gar nicht geben.

Viele positive Effekte also … Doch geschenkt gibt es sie nicht. Damit ein Blog erfolgreich ist, müssen Sie regelmäßig, am besten in einem festen Rhythmus, neue Beiträge schreiben. Ein Blog am Leben zu erhalten ist schwieriger, als es sich zunächst anhört:

Denn auf die Dauer macht ein Blog richtig viel Arbeit. Und wenn einem die Puste ausgeht, springen die Leser ab. Deshalb braucht man die richtige Strategie. Die Themen müssen geplant werden – am besten erstellt man einen Redaktionsplan.

Außerdem ist es nicht immer leicht, den richtigen Ton zu treffen. Gute Blogbeiträge klingen oft so, als würde ein Freund etwas erzählen – locker, vertraut, anschaulich. Doch so zu schreiben, ist eine Kunst: Je einfacher ein Satz klingt, desto mehr Arbeit steckt meist dahinter.

Es ist nicht leicht, die Leser für sich zu gewinnen. Mittlerweile gibt es so viele Informationsangebote im Internet, dass ein neues Blog leicht in der Masse untergeht. Um die Aufmerksamkeit der Leser zu gewinnen, muss man etwas Besonderes zu bieten haben. Vor allem wird der Nutzen für den Leser immer wichtiger – denn sonst ist er schnell wieder  weg.

Ob Sie Blogbeiträge selber schreiben können? Vielleicht. Wenn Sie gerne schreiben und den richtigen Dreh finden. Ansonsten gilt dasselbe wie bei Ratgebertexten.

4. SEO-Content: Finger weg!

Es könnte doch so einfach sein: 100 SEO-Texte für insgesamt 250 Euro kaufen und bei Google ganz vorne landen … Doch so funktioniert es nicht. Und das ist gut so. Warum? Weil SEO-Texte keine richtigen Texte sind. Sie tarnen sich nur als Texte, doch in Wirklichkeit sind Sie schnell heruntergeschriebene Ansammlungen von Keywörtern. Sie haben keinen Nutzen für den Leser und sind, kurz gesagt: Müll.

SEO-Content darf man freilich nicht mit suchmaschinenoptimierten Webtexten verwechseln. Natürlich müssen Webtexte  für Suchmaschinen aufbereitet werden. Doch das ist nur Mittel zum Zweck: Es geht darum, gute Texte zu verbreiten – und damit Ideen und Gedanken, die es wert sind, gelesen  zu werden. Reiner SEO-Content erinnert eher an Potemkin’sche Dörfer: nur Fassade und nichts dahinter.

Doch noch immer denken viele Unternehmer, dass sie um SEO-Content nicht herumkommen. Denn es hieß doch lange, dass die Keyworddichte für das Google-Ranking entscheidend sei. Das funktioniert aber schon lange nicht mehr. Schon seit Google 2011 sein Panda-Update herausgebracht hat, landen solche Texte auf den hinteren Plätzen. Der Panda-Algorithmus erkennt die Qualität der Texte –  denn Google möchte  hochwertige Seiten nach vorne bringen.

Natürlich versuchen viele SEO-Anbieter, Google zu überlisten und ihre eigenen schlechten Texte vor die guten zu mogeln. Doch das ist so, als würde man auf der Rolltreppe in die falsche Richtung laufen. Sobald man stehenbleibt, geht es wieder nach unten. Denn Google wird sich auch in Zukunft weiterentwickeln. Und schlechte Texte immer besser von guten unterscheiden können. Und das sollte man durchaus als Vorteil betrachten.

Warum also nicht die Rolltreppe in der richtigen Richtung benutzen?  Texte, die ein Thema ansprechend präsentieren, werden nicht nur gefunden, sondern auch gelesen und in den sozialen Netzwerken geteilt. Nur solche Texte versprechen langfristig Erfolg.

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Positionierung: Zeigen Sie mit einzigartigen Texten, wer Sie sind

Die Schwachstelle vieler Internetauftritte ist der Text. In vielen Branchen sind die Webtexte der verschiedenen Anbieter kaum unterscheidbar. Sie klingen ähnlich, wirken unpersönlich und belanglos. Im letzten Artikel habe ich einige häufige Fehler bei Webtexten aufgezählt. Nun möchte ich zeigen, wie man es schafft, mit Texten sein Angebot überzeugend darzustellen.

1. Wissen, wo man steht. An der Positionierung arbeiten.

Natürlich wünscht sich jeder einzigartige Texte. Aber was das Besondere an ihrem Angebot eigentlich ist – wissen viele selbst nicht genau. Tatsächlich gibt es viele Anbieter, die ein ähnliches Portfolio haben. Sich da zu positionieren und mit seinem Angebot aufzufallen, gelingt normalerweise nicht auf Anhieb.

Wichtig ist es zu erkennen, dass Positionierung ein langer Prozess ist. Positionierung bedeutet, den richtigen Platz zu finden. Wer eine besondere Nische abdeckt, hat es leichter – aber mit einem breiteren Angebot kann man sich ebenfalls etablieren. Denn auch die Wünsche der Kunden sind oft gar nicht so speziell.

Wenn Sie herausfinden wollen, was Sie einzigartig macht, betrachten Sie nicht nur den Kern Ihres Angebots. Wenn Sie zum Beispiel Webdesigner sind, schwimmen Sie in einem Ozean mit unendlich vielen Mitbewerbern. Doch möglicherweise haben Sie besondere Kenntnisse. Sie haben vielleicht für Kunden aus einer bestimmten Branche gearbeitet. Oder Sie konzentrieren sich auf eine bestimmte Stadt oder Region. Sie können sogar noch einen Schritt weitergehen. Möglicherweise hat das, was Sie auszeichnet, mit Ihrer Persönlichkeit zu tun: Sie können vielleicht besonders gut zuhören und daher die Kundenwünsche genau umsetzen oder Sie können unter Zeitdruck präzise arbeiten. Auch kleine Unterschiede machen Sie einzigartig,

Je gründlicher Sie sich selbst und Ihre Zielgruppe kennenlernen, desto besser gelingt Ihre  Positionierung. Und desto überzeugender können Sie sich auch in Ihren Texten präsentieren. Natürlich brauchen Sie Zeit, um Ihren Platz zu finden. Ein guter Texter kann Sie bei diesem Prozess begleiten und Ihnen helfen, Ihr Angebot zu definieren. Denn er wird Ihnen Denkanstöße liefern und die richtigen Fragen stellen.

2. Keine Angst vor klaren Worten

Wenn Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen beschreiben, brauchen Sie sich nicht zwanghaft um Originalität zu bemühen. Denn dann könnte der Kunde Ihr Angebot nur schwer einordnen.

Meist ist aber das Gegenteil der Fall: Auf den meisten Websites aus einer Branche findet man dieselben abgedroschenen und nichtssagenden Formulierungen, ein aufgeblähtes, hochtrabend klingendes Marketingdeutsch. Dies zeigt oft, dass der Anbieter sich noch nicht eindeutig positioniert hat. Und sich vielleicht noch nicht von der Vorstellung befreit hat, dass man nur dann erfolgreich sein kann, wenn man es so macht wie alle anderen.

Auf der Website darf man aber ruhig Mut zur Individualität zeigen. Und vor allem: mit einfachen, klaren Worten erklären, was man eigentlich anbietet. Denn mit Phrasendrescherei lassen sich keine Kunden gewinnen.

3. Auf SEO-Müll verzichten

Dieser Versuchung erliegen manche ganz am Anfang. Die Website steht, sie ist aber ganz neu und bei Google ziemlich weit hinten. Wie soll der Kunde einen dann finden? Leicht verfällt man auf den Gedanken, man könnte es mit SEO-Texten versuchen: und zwar mit vielen belanglosen, billigen Texten, die um Keywords herum geschrieben sind und so das Ranking verbessern sollen.

Kunden gewinnt man so aber nicht. Im Gegenteil: Diese reagieren auf solche Texte verärgert und sind schneller wieder von der Website verschwunden, als sie draufgeklickt haben. Und Sie positionieren sich so nur als Besitzer der allerneuesten SEO-Müllhalde im Internet.

Wenn Sie Ihr Google-Ranking verbessern wollen, setzen Sie besser auf hochwertige Inhalte (die natürlich auch suchmaschinenoptimiert sind). Auf Informationen, mit denen Ihre Kunden etwas anfangen können. So können Sie sich ein gutes und professionelles Image aufbauen.

4. Auch bei kleinem Budget: Nicht selber schreiben, sondern einen Profi beauftragen

Während große Unternehmen ein hohes Budget für Dienstleistungen haben, ist das bei kleineren Firmen oder Einzelunternehmern meist nicht so. Viele versuchen dann, bei den Texten zu sparen.

Doch wenn es um das Schreiben geht, überschätzt man sich leicht. Texter ist ein professioneller Beruf – das kann man nicht einfach selbst nebenbei erledigen. Sie würden ja auch nicht eine Sekretärin fragen, ob sie Ihr Auto reparieren kann, oder einen Bäcker bitten, Ihr Webdesign zu entwerfen. Beim professionellen Texten ist es genauso: Wenn ein Laie schreibt, entstehen keine Texte auf professionellem Niveau.

Wenn Sie mit Ihrer Website einen professionellen Eindruck hinterlassen wollen, muss sich das in Ihren Texten widerspiegeln. Auf schlechte Texte reagieren die Leser oft sensibler, als viele denken – denn das Angebot wirkt dann nicht glaubwürdig. Das heißt: Wenn Sie nicht ausreichend investieren und sich deshalb nicht gelungen präsentieren, bleiben Ihre Werbemaßnahmen wirkungslos.

5. Zuerst die wichtigsten Texte in Auftrag geben

Dennoch: Das Problem ist ja immer noch da – das Budget ist schmal. Dann hilft nur eins: sich vorerst auf die wichtigsten Inhalte zu beschränken. Also: erst die Imagetexte schreiben lassen, dann, nach und nach, Blogbeiträge oder Produktbeschreibungen.

6. Briefing: Genug Zeit einplanen

Nun sagen  Sie sich vielleicht: Das ist ja alles schön und gut. Aber auch professionelle Texter schreiben manchmal langweilige und austauschbare Texte. Wie kann man das vermeiden?

Natürlich gibt es in jeder Branche gute und weniger gute Anbieter  – auch unter den Textern. Andererseits können Texter nicht zaubern. Um Ihr Angebot optimal zu präsentieren, brauchen sie Informationen. Wenn der Texter Ihnen beim Briefinggespräch viele Fragen stellt, zeigt das, dass er sein Handwerk versteht. Nehmen Sie sich also Zeit, um diese Fragen ausführlich zu beantworten.

Wichtig ist es aber auch, dass Sie dem Texter nicht jedes Detail vorgeben. Wenn es um die eigene Dienstleistung oder das eigene Unternehmen geht, ist man oft betriebsblind: Man kann nur schwer sehen, was für den Außenstehenden und damit auch für den Kunden wichtig ist. Ein Texter erkennt dagegen eher, wie er Informationen gewichten muss, um die Leser anzusprechen und zu einer Reaktion zu motivieren.

 

Sie wünschen sich Texte, die einen Unterschied machen?

Ich berate Sie gerne. Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail: info@andrea-neuhaus.net oder rufen Sie an: 069 59606849

Ihre Website bringt Ihnen keine Kunden? So vermeiden Sie typische Fehler.

Sie haben vielleicht schon viel Geld für Ihre Website ausgegeben. Diese Investition soll sich natürlich lohnen. Ihre Seite soll Ihnen regelmäßig neue Besucher bringen und sie dazu bewegen, auf Ihr Angebot zu reagieren.

 

Häufige Fehler

Doch viele Websites erzielen nicht die erwünschte Wirkung. Oft liegt das am Text. Ist auch Ihre Website nicht so erfolgreich, wie Sie es sich wünschen? Vielleicht enthält sie eine der folgenden Stolperfallen.

 

Stolperfalle Nr. 1: Sie haben auf das Design mehr Wert gelegt als auf den Text. 

Ihre Website ist schön anzusehen, glänzt mit einem eleganten Design und hat sicher eine Menge Geld gekostet. Dennoch bleibt die Wirkung aus. Woran das liegt? Ihre Kunden interessieren sich nicht für das Design.

 

Ihr Kunde möchte wissen,

  • ob Sie sein Problem lösen können.
  • welche Vorteile Sie ihm zu bieten haben.
  • warum er Ihr Angebot und nicht das eines Mitbewerbers annehmen soll.

 

Selbst das schönste und teuerste Design kann diese Fragen nicht beantworten. Das bedeutet: Die Texte entscheiden darüber, ob aus einem Besucher ein Kunde wird.

Doch genau das berücksichtigen die meisten Firmen-Websites nicht und verschenken so viel Umsatz. Die Texte sind oft belanglos und reden am Kunden vorbei. Das heißt auch: Wenn Sie in gute Texte investieren, sind Sie vielen Ihrer Mitbewerber weit voraus.

 

Stolperfalle Nr. 2: Die Texte sind nur für Suchmaschinen geschrieben. Nicht für den Kunden.

Wahrscheinlich ist Ihre Website für Suchmaschinen optimiert. Das bedeutet: Sie bekommen mehr Besucher für Ihre Internetpräsenz. Oft hört man, Suchmaschinenoptimierung sei das Wichtigste.

Doch das allein genügt nicht: Wenn ein Kunde ein Geschäft betritt, ist dies nur der erste Schritt zum Verkauf. Ebenso ist Suchmaschinenoptimierung nur der Anfang.

Oft liest man suchmaschinenoptimierte Texte, die nur wenige wichtige Informationen enthalten, aber massenhaft Keywords (Schlüsselwörter). Keywords sind Suchbegriffe, die ein Internetnutzer in eine Suchmaschine eingibt.

Solche Texte können Ihrem Image schaden: Denn sie sind oft schwer lesbar und ihr Stil wirkt holprig. Für die Leser haben sie keinen Nutzen: Denn diese suchen nach hochwertigen, aussagekräftigen Inhalten. Die Besucher Ihrer Website erwarten von Ihrem Unternehmen eine professionelle und attraktive Selbstdarstellung.

SEO-Techniken müssen außerdem vorsichtig und klug eingesetzt werden. (SEO = Abkürzung für Suchmaschinenoptimierung/Search Engine Optimization). Suchmaschinen lassen sich nicht gerne überlisten: Denn sie wollen gute und hochwertige Inhalte aufspüren. Erinnern Sie sich noch daran, was dem bayerischen Autohersteller BMW 2006 passiert war? Er wurde von Google kurzerhand aus dem Suchindex entfernt, nachdem er versucht hatte, die Suchergebnisse zu manipulieren.

Wenn Sie Ihren Besuchern interessante Texte präsentieren, verbessert sich Ihre Position in den Suchergebnissen. Sie sind dann nicht mehr auf die allerneuesten SEO-Techniken angewiesen. Denn diese veralten schnell. Wenn Sie sich nur darauf verlassen würden, müssten Sie immer wieder für viel Geld Ihre Website überarbeiten lassen. Mit hochwertigen Texten kommen Sie also auch finanziell viel besser weg. Langfristig sind sie sogar eine besonders preiswerte Werbemaßnahme.

 

Stolperfalle Nr. 3: Sie und Ihre Mitarbeiter finden die Texte gut und verständlich. Der Kunde nicht.

Sie selbst kennen Ihr Angebot, Ihre Dienstleistung oder Ihre Produkte natürlich ganz genau. Der Kunde braucht jedoch viele Informationen. Für ihn erklärt sich nicht alles von selbst. Deshalb ist es sinnvoll, die Texte einmal aus Kundensicht zu betrachten.

Wenn die Besucher Ihrer Website Ihre Texte nicht verstehen, werden sie sich mit Ihrem Angebot nicht weiter beschäftigen. Denn sie fühlen sich dann überfordert, gelangweilt oder – im schlimmsten Fall – als Käufer unerwünscht. Eine gute Website bietet den Besuchern genug Informationen, damit Sie das Angebot richtig einschätzen können.

 

Stolperfalle Nr. 4: In der Kürze liegt nicht immer die Würze.

Natürlich wollen die Kunden auf Ihrer Website keine langen Aufsätze lesen. Doch oft findet man Texte, die zu kurz sind. Wichtige Informationen fehlen oder werden nur stichwortartig abgehandelt. Viele Fragen bleiben offen. In dem Besucher weckt das ein Gefühl der Unsicherheit. Wenn er zu wenig Informationen erhält, können Sie nicht sein Vertrauen gewinnen.

 

Stolperfalle Nr. 5: Sie haben sich an den Websites Ihrer Wettbewerber orientiert. 

Warum das eine Stolperfalle ist? Weil Sie sich doch eigentlich von den Wettbewerbern abheben möchten. Sie möchten Ihren Besuchern zeigen, dass Ihr Angebot etwas Besonderes ist. Das gelingt nicht, wenn Ihre Website sich liest wie die Seite eines beliebigen Wettbewerbers.

Genauso ist es aber in einigen Branchen. Man liest überall dieselben Phrasen und dieselben hochtrabenden oder komplizierten Formulierungen. Erfolg haben Sie, wenn Sie es besser als die anderen machen. Gute, individuelle Texte machen sich schnell bezahlt.

 

Was tun, wenn die Website nicht genug Kunden bringt?

Dann brauchen Sie vor allem gute, interessante und ansprechende Texte. Ihre Kunden sollen die Informationen finden, die für ihre Kaufentscheidung wichtig sind.

 

Wollen Sie mit besseren Texten mehr Kunden gewinnen?

Gerne berate ich Sie und erstelle Ihnen ein kostenloses und unverbindliches Angebot. Ein erster Schritt ist ein Website-Check: Ich analysiere das Potential Ihrer Website und suche nach Verbesserungsmöglichkeiten. Dann entwickele ich ein Konzept für Ihre Texte und schreibe diese neu. Interessiert? Schreiben Sie mir eine E-Mail: info@andrea-neuhaus.net

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Alle Jahre wieder: Spenden statt schenken

Die Weihnachtsbriefe flattern langsam wieder ins Haus. Viele Unternehmen entscheiden sich, ihren Kunden nichts zu Weihnachten zu schenken und stattdessen für eine gute Sache zu spenden. Dies scheint sich sogar zu einer neuen Tradition entwickelt zu haben: Inzwischen bekommt man Dutzende Weihnachtsbriefe, in denen solche Ankündigungen gemacht werden.

Und eigentlich ist das doch auch ein liebenswerter Einfall, oder? Ein einfacher Weg, Gutes zu tun, gleichzeitig die Kunden zu beeindrucken und Verantwortungsbewusstsein zu demonstrieren. Doch mittlerweile hat diese Idee schon ein wenig an Glanz verloren.

Wenn soziales Engagement auf diese Weise demonstriert wird, reagiere ich mittlerweile gelangweilt. Und manchmal frage ich mich, ob die Sache wirklich so uneigennützig ist, wie sie scheint. Und sicher geht es nicht nur mir so.

Spenden bedeutet Verzicht

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Natürlich sollen Unternehmen spenden, und zwar großzügig. Und wenn das Geld, das für Kundengeschenke vorgesehen war, umgewidmet wird, dient es auf alle Fälle einem guten Zweck. Doch Spenden bedeutet Verzicht. Es bedeutet nicht, anderen etwas vorzuenthalten, und sei es ein Kundengeschenk.

Nur vordergründig großzügig

Wenn ein Unternehmen spendet statt schenkt, verzichtet nur der Kunde. Es wird ein Betrag verwendet, der sowieso schon eingeplant war – zusätzliche Kosten entstehen nicht. Im Gegenteil, das Unternehmen selbst profitiert sogar: Denn es ist viel aufwendiger und zeitintensiver, viele kleine Päckchen zu versenden, als eine Spendenüberweisung auszufüllen. Als ich zuletzt einen solchen Brief gelesen habe, habe ich mich spontan gefragt: Warum verzichtet das Unternehmen stattdessen nicht auf die Weihnachtsfeier? Da würde ja auch ein schöner Betrag zustande kommen.

Was noch hinzukommt: Ich als Kunde werde nicht gefragt, ob ich mein Weihnachtsgeschenk spenden will. Ich darf nicht mitreden. Trotzdem soll ich dem Unternehmen wegen seiner Großzügigkeit auf die Schulter klopfen. Nicht zuletzt ist das Ganze ja auch eine PR-Aktion – was der Empfänger des Briefes merkt. Und worauf er manchmal durchaus verstimmt reagiert.

Für mich haben solche Briefe inzwischen einen merkwürdigen Beigeschmack. Ich habe gar nichts dagegen, wenn Unternehmen auf ihre Spendenaktivitäten hinweisen. „Tue Gutes und rede darüber“ ist nicht unbedingt ein schlechtes Motto. Doch es gefällt mir nicht, wenn das auf diese Weise geschieht.

Besser: Spenden verdoppeln

Wenn ein Unternehmen keine Weihnachtsgeschenke verschickt, genügt eigentlich ein schlichter Weihnachtsgruß. Und wenn dabei zum Beispiel ein Projekt vorgestellt wird, für das es sich zu spenden lohnt – dann freue ich mich. Um so mehr, wenn der Absender sich außerdem bereiterklärt, die Spenden der Kunden zu verdoppeln. Weil das Unternehmen so zeigt, dass es mit mir gemeinsam Gutes tun will. Als Partner. Und weil es sich in meine Hände begibt: Wie viel es spendet, hängt nämlich auch von mir ab. Dass aus fünfzig gespendeten Euro hundert Euro werden, ist außerdem eine sehr schöne Erfahrung: Denn die Spende erzielt doppelte Wirkung. Ein Unternehmen, das so vorgeht, gewinnt schnell meine Sympathie: Weil es mir hilft, mit meinem Geld etwas Gutes zu bewirken.

 

Nur mit gutem Content kann man Kunden überzeugen
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Billiger Content: Warum Frank Julia keine Torte verkauft hat

Frank ist Konditor und  verkauft seine Torten in seinem Online-Shop. Die Website hat er sich von einer Agentur erstellen lassen und er ist mit ihr rundum zufrieden: Die Kunden können ihre Torten sogar selbst konfigurieren  – eine tolle Sache! Die Rechnung der Agentur war hoch und hatte Franks Budget eigentlich schon ausgereizt. Die Fotos ließ er sich trotzdem noch einiges kosten – das war es ihm wert. Es fehlten nur noch die Texte. Frank fand im Internet einen  Textanbieter: Hochwertiger Content für 1,5 Cent pro Wort, hieß es da. Das klingt gut, dachte Frank. Er überschlug die Kosten: weniger als 80 Euro für die komplette Website. Frank freute sich. Dass man so billig zu guten Texten kommt, hätte er nicht gedacht. Dafür nahm er es auch in Kauf, dass er für die Autoren ein Briefing schreiben musste, was ihn viel Zeit kostete. Denn er wusste nicht genau, was er seinen Kunden eigentlich sagen soll. Schreiben ist eben nicht seine Welt. Nach ein paar Tagen bekam er von dem Content-Anbieter seine Texte. Begeistert war er zwar nicht, denn er fand sie etwas langweilig. Trotzdem dachte er: Der Texter wird schon wissen, was er tut. Hauptsache, die Website ist fertig.

Frank hat einen Fehler gemacht: Ihm war nicht bewusst, wie wichtig hochwertiger Content ist. Begleiten wir kurz seine potentielle Kundin Julia. Dann erkennt man schnell, was alles schiefgegangen ist.

Ein Geschäft, das nicht zustande kam

Julia will ihrer Mutter zum 70. Geburtstag eine Torte schenken. Es soll was Besonderes sein. Sie sucht im Internet und findet Franks Seite. Auf der Startseite liest sie folgenden Text:

 

Unsere große Torten Auswahl

Torten sind lecker und werden oft verschenkt. Wenn auch Sie jemandem eine Torte schenken wollen, sind Sie bei uns genau richtig.

Ob Sie eine klassische oder eine ausgefallene Torte wollen: Bei uns werden Sie fündig. In unserem Torten Sortiment finden Sie  Klassiker wie Schwarzwälder Kirschtorte oder auch Nutella, Marzipan oder Valentinstag Torten. Für persönliche Anlässe empfehlen wir unsere herrliche Marzipan Foto Torte. Ob Sommer oder Winter bei uns finden Sie das Richtige: Fruchtige Früchte Torten oder winterliche Schokoladentorten. Wir versehen Ihre Torte auch gerne mit einem persönlichen Gruß. Wir sind Ihr Ansprechpartner bezüglich des Themas Torten online Bestellung. Denn wir bedrucken Torten jeder Art nach Ihren Wünschen.

 

Julia würde am liebsten mit dem Rotstift über diesen vollkommen misslungenen Text gehen, denn sie ärgert sich über die vielen Formulierungs-, Rechtschreib- und Kommafehler. Nicht jeder Kunde mag darauf so sensibel reagieren. Aber Kunden, die Fehler bemerken, bringen diese automatisch mit dem Angebot in Verbindung. Wer seinen Kunden schlechte, nachlässige Texte zumutet, hat doch sicher auch sonst nichts zu bieten, oder? Die meisten Kunden verlassen eine Website sofort wieder, wenn der Content sie misstrauisch macht.

Zurück zu Julia. Sie schaut sich weiter auf der Website um, weil sie ein Foto einer Sachertorte entdeckt hat. Das ist die Lieblingstorte ihrer Mutter. Sie legt die Torte in den Warenkorb, einfach nur so, obwohl sie noch nicht sicher ist, ob sie sie kaufen will. Im Warenkorb soll sie die Größe der Torte angeben: 30 x 20 cm oder 40 x 30 cm oder 48 x 36 cm? Sie fühlt sich überfordert. Doch Frank hat Glück: Sie klickt seine Seite immer noch nicht weg.

Julia hat ein paar Fragen: Wem gehört dieser Tortenshop? Einem erfahrenen Konditor? Gibt es auch ein Geschäft, wo man die Torte selbst abholen könnte? Kann man dem Anbieter Fragen stellen? Sie klickt auf die Über-uns-Seite und findet dort lediglich ein Foto und folgenden nichtssagenden Text:

 

Wir sind ein Unternehmen mit Tradition. Unser Qualitätsanspruch ist uns besonders wichtig. Deshalb haben wir diese Homepage eingerichtet, damit Sie sich noch besser über unsere Produkte informieren können.

 

Von Julias Fragen wurde keine einzige beantwortet. Doch sie gibt immer noch nicht auf. Von einer so hartnäckigen Kundin können die meisten Verkäufer nur träumen. Sie will noch mehr wissen: Wie sind die Lieferbedingungen? Kann sie sicher sein, dass die Torte heil ankommt? Gibt es eine Lieferung zum Wunschtermin? Mit welchem Versandunternehmen wird verschickt? Kann man sich das Versandunternehmen aussuchen?

Sie klickt auf die Seite „Lieferservice“ und liest:

 

Keine schweren Einkäufe mehr!

Mit unserem Lieferservice bestellen Sie bequem von zu Hause aus und bekommen Ihre Torte direkt an Ihre Wohnungstür geliefert. Kühlwaren werden in speziell entwickelte Transporttaschen gepackt. Wir garantieren die Einhaltung des vereinbarten Liefertermins. Unsere freundlichen Mitarbeiter freuen sich darauf, Ihnen Ihre Torte liefern zu dürfen.

 

Nun hat Julia endgültig genug. Sie zweifelt an Franks Seriosität. Das alles ist ihr zu unsicher, am Ende klappt es nicht und sie hat nur Ärger. Das will sie nicht riskieren, denn Franks Torten sind teuer. Sie wird sich einen anderen Anbieter suchen.

Content muss Vertrauen schaffen

Frank hat  falsch eingeschätzt, wie wichtig Texte sind. Und zwar gerade für Online-Shops. Franks Geschichte ist zwar erfunden, doch ähnliche Fälle gibt es immer wieder.

In dem Geschäft um die Ecke kann ein Kunde sich die Ware vor dem Kauf genau anschauen. Er kann dem Verkäufer Fragen stellen. Anders sieht es bei Online-Shops aus: Der Kunde sieht nur Fotos. Woher weiß er, dass das Produkt in Wirklichkeit genauso aussieht? Dass die Qualität hoch ist? Dass er überhaupt etwas geliefert bekommt, nachdem er bestellt hat?

Die wichtigste Währung im Online-Handel ist Vertrauen. Der Kunde bestellt nur, wenn er sich darauf verlassen kann, dass das Angebot seriös ist. Und dass der Anbieter gute Absichten hat. Davon überzeugen können den Kunden nur Texte. Content für Shops muss Nähe zum Kunden herstellen und alle Informationen liefern, die der Kunde sucht. Gerade weil im Internet alles virtuell ist, sind Offenheit und Zugänglichkeit wichtig: Ein Anbieter muss erreichbar sein. Er muss Kommunikationsmöglichkeiten anbieten. Und vor allem muss er sagen, wer er ist.

Ein Blick hinter die Kulissen: Warum Qualität ihren Preis hat

Ein guter Texter kann einschätzen, nach welchen Informationen die Kunden suchen. Er hätte dafür gesorgt, dass Julias Fragen beantwortet werden. Und dass Frank sich auf seiner Seite sympathisch und professionell darstellt. Ein guter Text braucht aber Zeit: Man muss ihn konzipieren, überarbeiten, korrekturlesen. Und vorher ein ausführliches Briefing-Gespräch mit dem Kunden führen und Informationen recherchieren. Natürlich gibt es solche Texte nicht für ein paar Euro, auch wenn Billig-Content-Anbieter das behaupten. Mal ehrlich: Würden Sie Ihr Fachwissen, Ihre Erfahrung und Ihr Können verschleudern? Sicher nicht. Deshalb erkennt man einen guten Texter auch daran, dass er normale Stundensätze verlangt.

Wenn Frank einen professionellen Texter engagiert hätte …

Dann hätte er keinen Briefingtext schreiben müssen. Der Texter hätte ihm in einem Gespräch alle wichtigen Fragen gestellt. Er hätte sich mit dem Thema der Website und den Erwartungen der Kunden vertraut gemacht und den richtigen Stil gewählt. Er hätte die relevanten Keywords recherchiert und so in den Text eingebaut, dass der Leser es nicht merkt. Er hätte die Texte mehrmals überarbeitet – so lange, bis sie rund und schön klingen.

Frank hätte am Anfang mehr investiert. Doch was zählt, ist nicht die Höhe der Investition, sondern ihre Rentabilität: Wenn Frank mit guten Texten neue Kunden überzeugt hätte, hätten sich die einmaligen Kosten bald amortisiert. Julia hätte bei ihm die Sachertorte für ihre Mutter bestellt. Vielleicht hätte sie ihn weiterempfohlen. Vielleicht wäre sie eine Stammkundin geworden. Verloren hätte Frank jedenfalls nichts, denn mit gutem Content kann man nur gewinnen.

 

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O Mensch

Es menschelt überall. Geradezu inflationär wird das Wort Mensch verwendet. Es verdrängt Wörter wie jemand, man, Leute, Personen – und das ist eigentlich ein recht neues Phänomen. Vor wenigen Jahren hätte man solche Sätze zum Beispiel kaum in einer Zeitung entdecken können:

 

Es kamen drei Menschen ums Leben.
Die Beziehung zwischen Mensch und Heimtier basiert auf Vertrauen.
Sind Menschen, die dauernd Smileys benutzen, dumm?
Die Menschen im Dorf waren verängstigt.
Das Stadion war voll mit Menschen.
Zehn Menschen waren auf der Party.
Menschen, die fleißig sind, werden belohnt.
Wie viel Wasser sollen Menschen trinken?

 

Die Sätze lauteten eher so:

 

Es kamen drei Personen ums Leben.
Die Beziehung zwischen Halter und Heimtier basiert auf Vertrauen.
Sind Leute, die dauernd Smileys benutzen, dumm?
Die Dorfbewohner waren verängstigt.
Das Stadion war voll mit Zuschauern.
Zehn Gäste waren auf der Party.
Wer fleißig ist, wird belohnt.
Wie viel Wasser soll man trinken?

 

Falsch ist es sicher nicht, wenn ständig von Menschen die Rede ist. Aber oft sind diese Formulierungen umständlich oder unpräzise: Das kurze wer ist eleganter als ein holpriges Menschen, die. Und wer sich im Stadion ein Fußballspiel anschaut, ist ein Zuschauer und nicht bloß ein Mensch im Stadion. Sich kürzer und präziser auszudrücken, ist eben immer besser.

Was mich am meisten stört, ist aber, dass diese Umschreibungen mit Mensch oft übermäßig pathetisch klingen – so als wollte man hochphilosophische Aussagen über die Menschheit an sich oder die gesamte Gattung des Homo sapiens machen. Wenn erwähnt wird, dass an der Bushaltestelle drei Menschen warteten, fragt man sich doch: Was sonst soll da warten? Vielleicht Maultiere? Denn ein bescheideneres Leute hätte es auch getan.

Mich erinnern solche Sätze oft an das Menschheitspathos expressionistischer Lyrik, an Verse wie Franz Werfels „Mein einziger Wunsch ist, Dir, o Mensch, verwandt zu sein!“ (An den Leser, 1911) Wenn es um vergleichsweise banale Dinge geht (Ein Mensch führte im Regen seinen Hund Gassi), kann das hochtrabend klingende Wort Mensch mitunter sogar komisch wirken – verleiht es einer solchen Aussage doch ein viel zu hohes Gewicht.

Dass immer häufiger von Menschen die Rede ist, mag einem politisch korrekten Sprachgebrauch geschuldet sein: Man umgeht so das generische Maskulinum wie bei Zuschauer oder auch das kleine Wörtchen man. Aber möglicherweise hat es auch mit Phantasielosigkeit zu tun und mit einer sprachlichen Nachlässigkeit, die sich mit unpräzisen Umschreibungen zufriedengibt. Ein Gewinn für die deutsche Sprache ist diese Menschelei jedenfalls nicht.

 

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Warum Billig-Content eine Plage ist. Am Beispiel eines verlorenen Führerscheins.

Führerschein verloren. Einfache Frage: Wo bekommt man einen neuen? Google-Recherche.

Klick auf das erste Ergebnis:

 

Es ist sehr ärgerlich, wenn der Führerschein verloren ist. Aber natürlich kann so etwas passieren, vor allem aufgrund der neuen und kleinen Scheckkartengröße. Abhängig davon, wo und wie Sie Ihren Führerschein verloren haben, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man am besten vorgeht. Wenn der Führerschein gestohlen wurde, müssen Sie anders vorgehen, als wenn Sie Ihren Führerschein einfach verloren haben oder als wenn Sie ihn in ihrer Wohnung verlegt haben …

 

Und mit derartigen Nicht-Informationen geht es noch eine ganze Seite lang weiter. Wo man einen neuen Führerschein beantragen muss, erfährt man allerdings nicht.

 

Ergebnis 2:

Der Führerschein — auf ihn will niemand verzichten. Er ist klein wie eine Scheckkarte. Deshalb kann man ihn leicht überallhin mitnehmen. Aber leider gibt es zahlreiche Situationen, in denen er verlorengehen kann, zum Beispiel beim Sport oder wenn man in einer fremden Stadt unterwegs ist. Wer noch nie seinen Führerschein verloren hat, kann sicher nicht nachvollziehen, wie man sich im ersten Moment fühlt. Man befindet sich in einem Wechselbad der Gefühle: Auf den Schrecken folgt Panik und dann kommen Ärger und das schlechte Gewissen, weil man nicht besser aufgepasst hat. Nichtsdestotrotz muss ein neuer Führerschein her …

 

Ergebnis 3 und 4: ebenso: dummes,  belangloses, zeitraubendes Geschwätz.

Ja, ich finde es durchaus richtig, dass solche Texte nur mit ein paar Cent pro Wort entlohnt werden. Denn wert sind sie gar nichts. Aber es ist falsch, dass solche Texte überhaupt produziert und verkauft werden. Denn wer nach Informationen sucht, muss sich ständig durch Berge von Müll kämpfen. Niemand, wirklich niemand liest gerne und freiwillig überflüssigen und inhaltsleeren Billig-Content. Und genau deshalb finde ich diese Branche geradezu unmoralisch. Denn solche Texte haben weder Nutzen noch Mehrwert. Sondern sie fügen den Lesern Schaden zu, weil sie ihnen wertvolle Zeit rauben.