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Was macht einen Roman zu einem guten Roman?
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8 Vorurteile über das Texten

1. Eigentlich müsste ich meine Texte selbst schreiben.

Schreiben lernt man schon in der Schule. Außerdem wurden sicher nie so viele Texte veröffentlicht wie heute, im Internetzeitalter. Man postet auf Facebook, verfasst oder kommentiert Beiträge, schreibt Mails … Da kann es doch auch keine große Kunst sein, die Texte für die eigene Website oder eine Broschüre selbst zu schreiben. Auf diese Weise kann man sich die Kosten für den Texter sparen. Diese Vorstellung ist leider immer noch weit verbreitet – dabei ist sie ebenso falsch wie gefährlich.

Natürlich ist Schreiben eine Grundfertigkeit, die jeder beherrschen sollte. Doch um professionelle Texte zu schreiben, braucht man sehr viel Wissen, Können und Übung. Das wird leider oft unterschätzt. Denn es genügt ja nicht, bloß die wichtigsten Informationen zusammenzustellen. Sondern man muss sie auch spannend darstellen, damit der Text den Lesern gefällt. Und das gelingt nur, wenn man sehr viel Erfahrung mit dem Schreiben hat.

Es stimmt auch, dass heute viel geschrieben wird. Gerade deshalb kann man sich aber nur durch Qualität abheben: Wenn der Inhalt einer Website nicht ansprechend ist, klickt der Besucher sie schnell weg. Denn es gibt wahrscheinlich hundert andere mit ähnlichen Inhalten. Nur mit guten und individuellen Texten kann man den Leser dazu bringen, weiterzulesen. Noch dazu sind schlechte Texte nicht nur nutzlos, sondern sogar schädlich: Denn ungeschickte Formulierungen, schwer verständliche Bandwurmsätze, langatmiges Amtsstubendeutsch und Rechtschreib- oder Kommafehler wirken unprofessionell. Selbstüberschätzung ist in diesem Fall also gefährlich.

Doch oft steckt gar nicht Selbstüberschätzung dahinter, wenn ein Unternehmer denkt, er müsste seine Texte selbst schreiben. Manchmal rufen mich Kunden an, denen es regelrecht peinlich ist, dass sie das nicht hinbekommen. Das ist natürlich nicht nötig: Schließlich ist es auch niemandem peinlich, sein Auto nicht selbst reparieren zu können oder sich nicht selbst eine Zahnfüllung machen zu können. Viele wissen einfach nicht, wie viel Übung und professionelle Kenntnisse erfahrene Texter haben. Auch beim Schreiben gibt es eben Laien und Profis. Ebenso wie beim Reden: Das kann auch jeder, und dennoch gibt es professionelle Redner ebenso wie Redenschreiber – und zwar aus gutem Grund.

2. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich das selbst schreiben.

Ja, aber nur, wenn Sie selbst Texter sind.  Ein Webdesigner, Coach, Arzt oder Handwerker versteht sich sicher hervorragend auf seine Profession – aber wie ein Profi schreiben kann er natürlich nicht. Und selbst wenn er es schafft, seine Gedanken irgendwie zu Papier zu bringen: Ein professioneller Text ist das nicht. Texte schreibt man nicht einfach schnell herunter. Man plant sie systematisch, man konstruiert sie. Und damit komme ich zum nächsten Vorurteil:

3. Schreiben ist einfach und geht schnell.

Schön wär’s. Manche denken, Texter haben  unter der Dusche eine Inspiration und brauchen diese dann bloß zu Papier zu bringen … In Wirklichkeit muss man oft stunden- oder tagelang am Schreibtisch brüten. Und wenn dabei ein Text herauskommen soll, der locker und kreativ klingt – dann dauert es umso länger.

Texten ist kein einfacher Job und man verdient sein Geld nicht mit genialen Einfällen. Es kostet viel Zeit und erfordert Anstrengung. Bevor ein Texter mit dem Schreiben loslegt, muss er erst recherchieren und Informationen sammeln. So entstehen Ideen für den Text – und dann erst beginnt die Suche nach der passenden Formulierung. Es ist ein langwieriger Prozess, der für Außenstehende schwer durchschaubar ist. Aber anders geht es nicht. Denn eine feste Anleitung fürs Texten gibt es nicht. Und damit schließt sich Vorurteil Nummer 4 an:

4. Texte kann man nach einem festen Muster erstellen.

Wenn das so wäre, gäbe es schon jede Menge DIY-Videos auf YouTube. So ist es aber nicht. Natürlich gibt es objektive Kriterien für gute Texte, die ein Profi kennen muss. Und es gibt sogar Verfahren, mit denen man die Wirkung von Texten untersuchen kann.

Doch damit Texte wirken, muss noch mehr dazukommen. Ein Texter muss erfassen können, was das Besondere an einem Unternehmen oder Produkt ist. Und er muss die richtigen Worte finden. Er muss auch wissen, welcher Tonfall für die Zielgruppe der richtige ist: Denn 18-Jährige sprechen eine andere Sprache als 60-Jährige.

Das ist alles keine Zauberei, sondern ein kreativer Prozess. Und dafür braucht man neben Wissen auch Talent und Erfahrung. Und einen besonderen Blick auf die Dinge.

Nicht jeder kann zu einem guten Texter werden. Ebenso wenig wie jeder Dressurreiter, Fotograf oder Versicherungsmathematiker sein könnte. Und das ist auch gut so: Schließlich soll jeder das tun, wozu er bestimmt ist und was seiner Begabung entspricht.

5. Texter brauchen vor allem Gefühle und Inspiration.

Nein, man braucht vor allem Können, Wissen und Erfahrung. Und Konzentrationsfähigkeit und die Bereitschaft, lange am Schreibtisch zu arbeiten. Die Inspiration kommt dazu. Vielleicht. Und oft erst nach langem Nachdenken. Und Gefühle? Man sollte es vielleicht besser Kreativität nennen oder Vorstellungsvermögen. Aber auch das kommt nicht von allein, man muss es sich erst erarbeiten.

6. Das merkt doch niemand, dass ich den Text selbst geschrieben habe.

Leider doch. Natürlich können die meisten Leser nicht erkennen, ob der Text nach allen Regeln der Kunst geschrieben ist und die Merkmale enthält, die ein Profi-Text haben sollte. Was sie aber durchaus einschätzen können, ist die Gesamtwirkung. Für schiefe Töne hat auch ein ungeübter Leser ein Gespür. Er kann zwar nicht erklären, warum der Text nicht gut klingt – aber dass er nicht gut klingt, merkt er. Und dann zweifelt er womöglich an der Professionalität des Anbieters.

7. Gute Texte dürfen nicht viel kosten.

Texten ist zeitaufwendig. Deshalb sind gute Texte nicht für ein paar Cent pro Wort zu bekommen. Dennoch denken manche Auftraggeber, dass sie für einen zweistelligen Betrag einen professionellen Texter beauftragen können. Das ist freilich eine absurde Idee. Denn ein Selbständiger, der sich am Markt halten will, muss vernünftig kalkulieren. Und für ein Taschengeld bekommt man nun mal keinen Experten, der lange Jahre an der Universität verbracht und sich danach noch weiter spezialisiert hat. Wie sein Honorar zustande kommt, kann Ihnen Ihr Texter natürlich erklären. Denn ein Profi kann den Aufwand meist ziemlich genau einschätzen.

8. Ich weiß nicht, welchen Texter ich beauftragen soll. Am besten verlange ich erst kostenlose Probetexte.

Jeder hätte gerne Sicherheit, bevor er sich für einen Dienstleister entscheidet. Doch wenn Ihnen ein Texter tatsächlich einen kostenlosen Probetext anbietet, sollte Sie das eher misstrauisch machen. Denn jemand, der etwas von seinem Fach versteht, wird sicher nicht für jeden neuen Kunden erst einmal umsonst arbeiten. Beim Bäcker bekommt man auch kein Probebrötchen – obwohl das noch nicht mal einen Euro kosten würde.

Um einen kurzen Probetext zu schreiben, bräuchte ein Texter normalerweise mindestens eine Stunde – das wäre ein teures Geschenk. Ein Texter, der sich darauf einlässt, schätzt den Wert seiner eigenen Leistung zu niedrig ein – und ist daher auch kein professioneller Geschäftspartner. Wenn man unsicher ist, kann man natürlich erst einmal einen kleinen Auftrag vereinbaren. Oder einen bezahlten Probetext.

Nur mit gutem Content kann man Kunden überzeugen
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Billiger Content: Warum Frank Julia keine Torte verkauft hat

Frank ist Konditor und  verkauft seine Torten in seinem Online-Shop. Die Website hat er sich von einer Agentur erstellen lassen und er ist mit ihr rundum zufrieden: Die Kunden können ihre Torten sogar selbst konfigurieren  – eine tolle Sache! Die Rechnung der Agentur war hoch und hatte Franks Budget eigentlich schon ausgereizt. Die Fotos ließ er sich trotzdem noch einiges kosten – das war es ihm wert. Es fehlten nur noch die Texte. Frank fand im Internet einen  Textanbieter: Hochwertiger Content für 1,5 Cent pro Wort, hieß es da. Das klingt gut, dachte Frank. Er überschlug die Kosten: weniger als 80 Euro für die komplette Website. Frank freute sich. Dass man so billig zu guten Texten kommt, hätte er nicht gedacht. Dafür nahm er es auch in Kauf, dass er für die Autoren ein Briefing schreiben musste, was ihn viel Zeit kostete. Denn er wusste nicht genau, was er seinen Kunden eigentlich sagen soll. Schreiben ist eben nicht seine Welt. Nach ein paar Tagen bekam er von dem Content-Anbieter seine Texte. Begeistert war er zwar nicht, denn er fand sie etwas langweilig. Trotzdem dachte er: Der Texter wird schon wissen, was er tut. Hauptsache, die Website ist fertig.

Frank hat einen Fehler gemacht: Ihm war nicht bewusst, wie wichtig hochwertiger Content ist. Begleiten wir kurz seine potentielle Kundin Julia. Dann erkennt man schnell, was alles schiefgegangen ist.

Ein Geschäft, das nicht zustande kam

Julia will ihrer Mutter zum 70. Geburtstag eine Torte schenken. Es soll was Besonderes sein. Sie sucht im Internet und findet Franks Seite. Auf der Startseite liest sie folgenden Text:

 

Unsere große Torten Auswahl

Torten sind lecker und werden oft verschenkt. Wenn auch Sie jemandem eine Torte schenken wollen, sind Sie bei uns genau richtig.

Ob Sie eine klassische oder eine ausgefallene Torte wollen: Bei uns werden Sie fündig. In unserem Torten Sortiment finden Sie  Klassiker wie Schwarzwälder Kirschtorte oder auch Nutella, Marzipan oder Valentinstag Torten. Für persönliche Anlässe empfehlen wir unsere herrliche Marzipan Foto Torte. Ob Sommer oder Winter bei uns finden Sie das Richtige: Fruchtige Früchte Torten oder winterliche Schokoladentorten. Wir versehen Ihre Torte auch gerne mit einem persönlichen Gruß. Wir sind Ihr Ansprechpartner bezüglich des Themas Torten online Bestellung. Denn wir bedrucken Torten jeder Art nach Ihren Wünschen.

 

Julia würde am liebsten mit dem Rotstift über diesen vollkommen misslungenen Text gehen, denn sie ärgert sich über die vielen Formulierungs-, Rechtschreib- und Kommafehler. Nicht jeder Kunde mag darauf so sensibel reagieren. Aber Kunden, die Fehler bemerken, bringen diese automatisch mit dem Angebot in Verbindung. Wer seinen Kunden schlechte, nachlässige Texte zumutet, hat doch sicher auch sonst nichts zu bieten, oder? Die meisten Kunden verlassen eine Website sofort wieder, wenn der Content sie misstrauisch macht.

Zurück zu Julia. Sie schaut sich weiter auf der Website um, weil sie ein Foto einer Sachertorte entdeckt hat. Das ist die Lieblingstorte ihrer Mutter. Sie legt die Torte in den Warenkorb, einfach nur so, obwohl sie noch nicht sicher ist, ob sie sie kaufen will. Im Warenkorb soll sie die Größe der Torte angeben: 30 x 20 cm oder 40 x 30 cm oder 48 x 36 cm? Sie fühlt sich überfordert. Doch Frank hat Glück: Sie klickt seine Seite immer noch nicht weg.

Julia hat ein paar Fragen: Wem gehört dieser Tortenshop? Einem erfahrenen Konditor? Gibt es auch ein Geschäft, wo man die Torte selbst abholen könnte? Kann man dem Anbieter Fragen stellen? Sie klickt auf die Über-uns-Seite und findet dort lediglich ein Foto und folgenden nichtssagenden Text:

 

Wir sind ein Unternehmen mit Tradition. Unser Qualitätsanspruch ist uns besonders wichtig. Deshalb haben wir diese Homepage eingerichtet, damit Sie sich noch besser über unsere Produkte informieren können.

 

Von Julias Fragen wurde keine einzige beantwortet. Doch sie gibt immer noch nicht auf. Von einer so hartnäckigen Kundin können die meisten Verkäufer nur träumen. Sie will noch mehr wissen: Wie sind die Lieferbedingungen? Kann sie sicher sein, dass die Torte heil ankommt? Gibt es eine Lieferung zum Wunschtermin? Mit welchem Versandunternehmen wird verschickt? Kann man sich das Versandunternehmen aussuchen?

Sie klickt auf die Seite „Lieferservice“ und liest:

 

Keine schweren Einkäufe mehr!

Mit unserem Lieferservice bestellen Sie bequem von zu Hause aus und bekommen Ihre Torte direkt an Ihre Wohnungstür geliefert. Kühlwaren werden in speziell entwickelte Transporttaschen gepackt. Wir garantieren die Einhaltung des vereinbarten Liefertermins. Unsere freundlichen Mitarbeiter freuen sich darauf, Ihnen Ihre Torte liefern zu dürfen.

 

Nun hat Julia endgültig genug. Sie zweifelt an Franks Seriosität. Das alles ist ihr zu unsicher, am Ende klappt es nicht und sie hat nur Ärger. Das will sie nicht riskieren, denn Franks Torten sind teuer. Sie wird sich einen anderen Anbieter suchen.

Content muss Vertrauen schaffen

Frank hat  falsch eingeschätzt, wie wichtig Texte sind. Und zwar gerade für Online-Shops. Franks Geschichte ist zwar erfunden, doch ähnliche Fälle gibt es immer wieder.

In dem Geschäft um die Ecke kann ein Kunde sich die Ware vor dem Kauf genau anschauen. Er kann dem Verkäufer Fragen stellen. Anders sieht es bei Online-Shops aus: Der Kunde sieht nur Fotos. Woher weiß er, dass das Produkt in Wirklichkeit genauso aussieht? Dass die Qualität hoch ist? Dass er überhaupt etwas geliefert bekommt, nachdem er bestellt hat?

Die wichtigste Währung im Online-Handel ist Vertrauen. Der Kunde bestellt nur, wenn er sich darauf verlassen kann, dass das Angebot seriös ist. Und dass der Anbieter gute Absichten hat. Davon überzeugen können den Kunden nur Texte. Content für Shops muss Nähe zum Kunden herstellen und alle Informationen liefern, die der Kunde sucht. Gerade weil im Internet alles virtuell ist, sind Offenheit und Zugänglichkeit wichtig: Ein Anbieter muss erreichbar sein. Er muss Kommunikationsmöglichkeiten anbieten. Und vor allem muss er sagen, wer er ist.

Ein Blick hinter die Kulissen: Warum Qualität ihren Preis hat

Ein guter Texter kann einschätzen, nach welchen Informationen die Kunden suchen. Er hätte dafür gesorgt, dass Julias Fragen beantwortet werden. Und dass Frank sich auf seiner Seite sympathisch und professionell darstellt. Ein guter Text braucht aber Zeit: Man muss ihn konzipieren, überarbeiten, korrekturlesen. Und vorher ein ausführliches Briefing-Gespräch mit dem Kunden führen und Informationen recherchieren. Natürlich gibt es solche Texte nicht für ein paar Euro, auch wenn Billig-Content-Anbieter das behaupten. Mal ehrlich: Würden Sie Ihr Fachwissen, Ihre Erfahrung und Ihr Können verschleudern? Sicher nicht. Deshalb erkennt man einen guten Texter auch daran, dass er normale Stundensätze verlangt.

Wenn Frank einen professionellen Texter engagiert hätte …

Dann hätte er keinen Briefingtext schreiben müssen. Der Texter hätte ihm in einem Gespräch alle wichtigen Fragen gestellt. Er hätte sich mit dem Thema der Website und den Erwartungen der Kunden vertraut gemacht und den richtigen Stil gewählt. Er hätte die relevanten Keywords recherchiert und so in den Text eingebaut, dass der Leser es nicht merkt. Er hätte die Texte mehrmals überarbeitet – so lange, bis sie rund und schön klingen.

Frank hätte am Anfang mehr investiert. Doch was zählt, ist nicht die Höhe der Investition, sondern ihre Rentabilität: Wenn Frank mit guten Texten neue Kunden überzeugt hätte, hätten sich die einmaligen Kosten bald amortisiert. Julia hätte bei ihm die Sachertorte für ihre Mutter bestellt. Vielleicht hätte sie ihn weiterempfohlen. Vielleicht wäre sie eine Stammkundin geworden. Verloren hätte Frank jedenfalls nichts, denn mit gutem Content kann man nur gewinnen.

 

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Warum Billig-Content eine Plage ist. Am Beispiel eines verlorenen Führerscheins.

Führerschein verloren. Einfache Frage: Wo bekommt man einen neuen? Google-Recherche.

Klick auf das erste Ergebnis:

 

Es ist sehr ärgerlich, wenn der Führerschein verloren ist. Aber natürlich kann so etwas passieren, vor allem aufgrund der neuen und kleinen Scheckkartengröße. Abhängig davon, wo und wie Sie Ihren Führerschein verloren haben, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man am besten vorgeht. Wenn der Führerschein gestohlen wurde, müssen Sie anders vorgehen, als wenn Sie Ihren Führerschein einfach verloren haben oder als wenn Sie ihn in ihrer Wohnung verlegt haben …

 

Und mit derartigen Nicht-Informationen geht es noch eine ganze Seite lang weiter. Wo man einen neuen Führerschein beantragen muss, erfährt man allerdings nicht.

 

Ergebnis 2:

Der Führerschein — auf ihn will niemand verzichten. Er ist klein wie eine Scheckkarte. Deshalb kann man ihn leicht überallhin mitnehmen. Aber leider gibt es zahlreiche Situationen, in denen er verlorengehen kann, zum Beispiel beim Sport oder wenn man in einer fremden Stadt unterwegs ist. Wer noch nie seinen Führerschein verloren hat, kann sicher nicht nachvollziehen, wie man sich im ersten Moment fühlt. Man befindet sich in einem Wechselbad der Gefühle: Auf den Schrecken folgt Panik und dann kommen Ärger und das schlechte Gewissen, weil man nicht besser aufgepasst hat. Nichtsdestotrotz muss ein neuer Führerschein her …

 

Ergebnis 3 und 4: ebenso: dummes,  belangloses, zeitraubendes Geschwätz.

Ja, ich finde es durchaus richtig, dass solche Texte nur mit ein paar Cent pro Wort entlohnt werden. Denn wert sind sie gar nichts. Aber es ist falsch, dass solche Texte überhaupt produziert und verkauft werden. Denn wer nach Informationen sucht, muss sich ständig durch Berge von Müll kämpfen. Niemand, wirklich niemand liest gerne und freiwillig überflüssigen und inhaltsleeren Billig-Content. Und genau deshalb finde ich diese Branche geradezu unmoralisch. Denn solche Texte haben weder Nutzen noch Mehrwert. Sondern sie fügen den Lesern Schaden zu, weil sie ihnen wertvolle Zeit rauben.

 

SEO-Texte verwandeln das Internet in eine Müllhalde
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Ein hässliches Geschäftsmodell: Billig-Content-Anbieter

Billig-Content-Anbieter versprechen hochwertige SEO-Texte für ein paar Cent pro Wort. Sie bieten jedoch minderwertige Ware, die von unterbezahlten Schreibern im Akkord produziert wird. Die Folge ist, dass das Internet mit überflüssigen, nichtssagenden Texten überflutet wird. Dass es für solche Texte überhaupt einen Markt gibt, ist ein Skandal. Denn sie vermitteln ein falsches Bild vom Schreiben, von der Bedeutung der Sprache und von Texten.

Das Schreiben ist eine Berufung. Ein Autor ringt, kämpft um die richtigen Worte — und um die Erkenntnis, die sich oft erst beim Schreiben selbst formt. Wer schreibt, deutet die Welt, beschreibt die Wirklichkeit oder schafft sogar mit Worten eine neue. Ein guter Text entsteht erst nach langem Nachdenken und gründlicher Recherche. Denn jede Idee bildet sich erst mit der Zeit heraus — ebenso wie aus dem Stein, den ein Bildhauer bearbeitet, nur langsam eine Form entsteht.

Natürlich erfüllt nicht jeder Text diesen hohen Anspruch. Vor Fehlern strotzende SEO-Texte sind jedoch lediglich eine Karikatur von etwas Geschriebenem. Mit ihrem substanzlosen Geplapper hüllen sie das Internet in eine riesige Wolke aus Dummheit. Ihr Entstehungsprozess ist bloß eine Simulation des Schreibens: Textabschnitte werden von anderen Seiten kopiert, Sätze umgeformt, ein paar eigene Wörter eingefügt und möglichst viele Schlüsselwörter möglichst oft benutzt, um die Suchmaschine bauernschlau zu überlisten.

Wer so etwas produziert und sich Autor zu nennen wagt, verhöhnt jeden, der ernsthaft schreibt, denn nichts geschieht dabei aus Liebe zur Sprache. Er verhöhnt das Wissen, das in Texten weitergegeben werden soll und das hier auf ein paar oberflächliche Fakten reduziert wird, die ein ums andere Mal reproduziert werden.

Solche Texte sind ein einziges Ärgernis. Eine Zumutung für den Leser, der im Internet ernsthaft nach Informationen sucht und sich fühlt, als würde er einen Müllhaufen nach einer Perle durchsuchen. Wer Kunden mit Hilfe solcher Taschenspielertricks auf wertlose Seiten locken will, zeigt nicht nur, dass es ihm an Respekt vor ihnen mangelt. Sondern auch, wie vulgär seine Absichten sind: Denn er will Geld verdienen, ohne einen Gegenwert zu liefern, und mit List die eigene Kasse klingen lassen. Mit ehrlicher Arbeit hat das wenig zu tun. Dass die Billig-Content-Schreiber ausgebeutet werden und oft nur auf einen Sklavenlohn von zwei bis drei Euro pro Stunde kommen, macht die Sache um so verwerflicher.

Hoffnungsfroh stimmt es nur, dass Google solche Texte mittlerweile abstraft. Möglichst viele Keywords in den Texten zu verstreuen – das mag vor einigen Jahren noch genügt haben, um das Google-Ranking zu verbessern. Doch primitive SEO-Texte werden heute abgewertet. Noch besser wäre es, wenn man sie gar nicht mehr fände, damit dieses Elend ein Ende nimmt.

Der Gorilla-Effekt beim Lektorat

Stellen Sie sich vor, bei einem Basketballspiel mischt sich ein Gorilla unter die Spieler. Oder vielmehr: eine Frau in einem Gorillakostüm. Sie spaziert über das Spielfeld und trommelt sich auf die Brust. Sie versucht alles, um auf sich aufmerksam zu machen. Doch viele Zuschauer bemerken sie trotzdem nicht. Kaum zu glauben, oder?

Doch genau das geschah bei einem berühmten Wahrnehmungsexperiment. Dabei führten die US-Wissenschaftler Daniel Simons und Christopher Chabris den Probanden ein kurzes Video vor. Der Film zeigte zwei Teams bei einem Basketball-Spiel. Die Versuchspersonen sollten sich auf eine der beiden Mannschaften konzentrieren und zählen, wie oft sich die Spieler den Ball zuspielten. Danach wurden sie gefragt, ob ihnen etwas Ungewöhnliches aufgefallen sei. 46 Prozent der Probanden antworteten mit Nein. Dass ein Gorilla über das Spiel gelaufen war, hatten sie nicht bemerkt. So sehr waren sie in ihre Aufgabe vertieft gewesen.

Dieses Experiment zeigt: Wenn man seine Aufmerksamkeit auf eine Sache richtet, blendet man andere Aspekte oft völlig aus. Denn unser Gehirn muss die große Datenmenge, die auf uns einströmt, filtern. Sonst könnte es nicht arbeiten, weil seine Kapazität begrenzt ist. Deshalb wählt es genau aus, welchen Reizen es seine Aufmerksamkeit schenkt. Und wer gerade konzentriert Bälle zählen muss, kann auch mal einen Gorilla übersehen.

Was das nun mit Lektorat zu tun hat? Ich werde ab und zu gefragt, ob ich nicht Lektorat und Korrektorat in einem Arbeitsgang erledigen könne. Das ist aber eine ganz schlechte Idee. Denn die Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf ganz unterschiedliche Dinge. Ein Lektor achtet auf Inhalt, Tonalität und Textstruktur. Oft gestaltet er den Text neu, verleiht ihm eine neue Dramaturgie und einen einheitlichen Stil, streicht Überflüssiges, überprüft die Fakten im Text, kürzt Sätze, eliminiert Füllwörter … Mehr als genug Aufgaben fürs Gehirn. Rechtschreibfehler nimmt man beim Lektorieren nur zufällig wahr, das weiß ich aus langer Erfahrung. Beim Korrekturlesen ist es umgekehrt. Da achtet man nur auf Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Grammatikfehler. Den Inhalt nimmt man kaum wahr. Und wenn mitten in einem Text über eine Baseballmeisterschaft plötzlich ein Satz auftaucht wie „Gorillas sind ziemlich auffällige Tiere“ – dann merkt das der Korrektor möglicherweise gar nicht. Wenn man versucht, beide Aufgaben – Lektorat und Korrektorat – gleichzeitig zu erledigen, funktioniert also beides nur halb. Bestenfalls.

Mehrere Arbeitsgänge sind also kein Luxus, sondern Pflicht. Am besten sollten für Lektorat und Korrektorat ohnehin verschiedene Lektoren eingesetzt werden. Denn ein gründlich lektorierter Text ist fast wie ein selbstgeschriebener Text. Und in selbstgeschriebenen Texten nimmt man Fehler nur sehr schwer wahr. Auch da spielt uns das Gehirn einen Streich.

Gefangen im Wartungsmodus

Bei größeren Aufräumarbeiten muss man Besucher leider manchmal aussperren: Denn zu viel Chaos würde sie nur abschrecken, und am Ende kämen sie nicht wieder.

Als ich kürzlich meine Website überarbeitet habe, habe ich deshalb ein Wartungsmodus-Plugin genutzt, und zwar das „Under Construction“-Plugin von Jeremy Massel. So wurde dem Besucher angezeigt, dass die Website kurzzeitig nicht verfügbar ist.

Doch als die Website fertig war, wollte die vorgeschaltete „Under construction“-Seite nicht verschwinden – obwohl ich das Plugin ausgeschaltet hatte. Auch eine komplette Deinstallation hat nicht geholfen.

Die Lösung: Ein Caching-Plugin war in die Quere gekommen, WP Total Cache. Nachdem ich es deaktiviert hatte, war die Website wieder sichtbar. Laut Google kommt das Problem öfter vor. Also besser zweimal hinschauen, sonst bleiben die Besucher draußen.

Mit gutem Webtext stellen Sie Ihr Angebot überzeugend dar

Singen und schreiben kann doch jeder

Stellen Sie sich vor, Sie gehen in die Oper. Seit Wochen freuen Sie sich schon darauf. Denn Ihr Lieblingskomponist hat ein neues Stück geschrieben. Die Uraufführung wollen Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen …

Sie machen es sich in Ihrem Theatersessel bequem. Der Vorhang geht auf. Sie staunen über das prunkvolle, perfekt ausgeleuchtete Bühnenbild und die prächtigen Kostüme der Sänger. Das Orchester beginnt zu spielen. Gleich hebt der Tenor zur ersten Strophe an. Doch was passiert dann?

Der Tenor trifft kaum einen Ton. Die anderen Sänger auch nicht. Alles hört sich schief an. Sie sind enttäuscht. In der Pause sprechen Sie den Opernintendanten an, der draußen im Foyer steht. „Die Sänger können doch gar nicht singen!“, sagen Sie zu ihm. Er wiegelt ab: Auf den Gesang komme es doch gar nicht an. Das Bühnenbild und die Kostüme seien schon so teuer gewesen. Für richtige Sänger habe das Budget nicht mehr gereicht. Keine richtigen Sänger? Der Intendant hat unter den Technikern und Bühnenbildnern gefragt, wer früher im Schulchor gesungen habe. Das war die billigste Lösung. Und eigentlich hätten die das doch ganz gut gemacht, oder etwa nicht?

Das klingt absurd? Aber es wird noch absurder. Am nächsten Tag steht eine vernichtende Kritik in der Tageszeitung. Die Zuschauer bleiben weg, die Oper ist auf der ganzen Linie durchgefallen. Wie reagiert nun der Intendant? Engagiert er endlich eine professionelle Truppe? Nein, denn er denkt sich: „Das ist der endgültige Beweis. Es lohnt sich eben nicht, für Gesang Geld auszugeben.“

Auf der Bühne wie im richtigen Leben …

Eine merkwürdige Geschichte, oder? Doch etwas Ähnliches erleben Texter immer wieder. Die große Opernbühne ist die Website eines Unternehmens. Das neue Stück: ein Produkt, das präsentiert werden soll. In das Design wird viel Geld gesteckt. Denn die Website soll schick und professionell aussehen. Und der Webtext? Oft heißt es dann: Bühne frei für Amateure. Da muss ein Mitarbeiter ran, der vor zwanzig Jahren in der Schule eine Zwei in Deutsch hatte. Und nicht zuletzt gibt es diese Agenturen, die Webtext ab 1,5 Cent pro Wort anbieten. Und wenn solche Texte nicht die gewünschte Wirkung erzielen?  Das gilt dann als der endgültige Beweis, dass Werbetext nicht funktioniert.

Guter Webtext überzeugt Ihre Kunden

Doch das ist natürlich ein Trugschluss. Die wichtigste Frage ist: Was erwarten die Kunden von einer Website? Sie wollen sich informieren und etwas über ein Produkt erfahren. Sie suchen Antworten auf ihre Fragen: Wozu brauche ich das? Was habe ich davon? Lohnt es sich, dafür so viel Geld auszugeben?

Solche Fragen kann auch das schönste Design nicht beantworten. Sondern nur der Text. Um Ihren Kunden zu überzeugen, müssen Sie die richtigen Worte finden. Gute Webtexte zeigen Ihrem Kunden, wer Sie sind, was Sie zu bieten haben und warum er sich für Sie entscheiden soll.

Es ist wie in einem Konzert: Wenn alles zusammenpasst, Bühnenbild, Kostüme, Inszenierung und Gesang – dann ist es ideal. Ein guter Sänger kann aber sogar in Straßenkleidung in einer Garage singen – und er wird das Publikum begeistern. Einem schlechtem Sänger nutzt das schönste Bühnenbild nichts. Und auch die schönste Website überzeugt den Kunden nicht, wenn er keine Antworten auf seine Fragen findet.

Werbetexter können mit Worten verkaufen. Sie schreiben so, dass im Kopf des Kunden ein Bild entsteht. Also, Vorhang auf für die Profis: Sie bringen Ihre Wörter zum Klingen und Ihre Ideen zum Tanzen.

Nicht für jeden geeignet: Minimalismus

Die Welt ist kein Dorf

Zum neuen Jahr wollte ich in der Wohnung ein paar Kleinigkeiten reparieren lassen und habe deshalb auf einer Internetplattform nach einem Handwerker gesucht. Als ich die Angebote durchsah, achtete ich zuerst, beinahe intuitiv, darauf, ob die Anbieter aus der Nähe kamen: Wer sein Geschäft um die Ecke hatte oder zumindest in Frankfurt lebte, kam gleich in die nähere Auswahl. Eine solche Entscheidung läßt sich gewiß nicht rational begründen. Doch auch bei meinen Kunden beobachte ich oft Ähnliches: Die Mehrheit kommt aus Frankfurt und Umgebung. Vielen ist es wichtig, einen Dienstleister persönlich sehen zu können, obwohl ein solches Treffen oft doch nicht zustande kommt. Dateien werden per Mail verschickt, man bespricht alles per Telefon, Skype oder E-Mail.

Daß die Kommunikation sich immer mehr in dem virtuellen Raum verlagert, die Arbeit von Textern oder Webdesignern sogar über hohe Distanz erledigt werden kann, ändert nichts an dem Bedürfnis, anderen zu begegnen. Man möchte Vertrauen gewinnen, bevor man mit jemandem ein Geschäft anbahnt. Man sucht nach etwas Verbindendem, und sei es nur der Wohnort. Die Virtualität des Internet, die unbegrenzten Möglichkeiten, die es bietet, wirken dagegen irritierend: Woher soll man wissen, ob ein Angebot echt und seriös ist, ob der Anbeiter vertrauenswürdig ist, ob er überhaupt exisitiert? Während große Unternehmen viel dafür tun müssen, Kunden an sich zu binden, genießt der Handwerker auf dem Dorf einen unschlagbaren Vorteil. Er gehört zur Gemeinschaft, man kann ihn zufällig auf der Straße treffen, und wenn er nicht ordentlich arbeiten würde, würde es sich herumsprechen. Außerdem ist er unzweifelbar echt.

Überhaupt: das Dorf. Seit etlichen Jahren glorifizieren Medien und Konzerne den Arbeitsnomaden, der stets bereit ist, seine Siebensachen zu packen, seine Freunde und seine Familie zu verlassen und für einen neuen Job ans andere Ende der Welt zu ziehen. Die dazugehörige Ästhetik ist der vom kulturellen Mainstream beschworene Minimalismus. Alles ist reduziert auf Zweckmäßigkeit, Funktionieren, nichts ist mehr da, was einen berührt und ein Gefühl von Zuhausesein entstehen läßt. Auch dies ist, wie die unendlichen Weiten des Netzes, eine Form von Entgrenzung.

Doch die wenigsten entscheiden sich freiwillig für ein solches Leben. Wenn ich an Weihnachten in meinem Heimatdorf bin und mich mit früheren Schulfreundinnen treffe, fühle ich mich wie ein Exot, weil ich in einer 120 Kilometer entfernten Stadt wohne. Ein paar aus dem Jahrgang sind weggezogen, einer soll, was ich jedoch für ein Gerücht halte, Barkeeper in New York geworden sein. Weitaus die meisten sind geblieben. Sie wollten nie Arbeitsnomade mit minimalistisch optimiertem Wohnumfeld sein, sondern dort leben, wo sie aufgewachsen sind, in der Sonne spazierengehen, die Menschen auf der Straße treffen, mit denen sie als Kind schon gespielt haben, mit ihnen Witze machen, in der Nähe der Eltern wohnen, sich im Karnevalsverein engagieren, mit den Kindern in der Dorfkirche in den Kindergottesdienst gehen. Und statt den Besitz zu reduzieren, um beweglicher zu sein, sammeln die meisten lieber unnütze Dinge, die ihnen gefallen – ich denke da an meine weder umzugstaugliche noch sonderlich wertvolle Sammlung alter Porzellantassen. Zum Leben gehören eben Bindung, Gewohnheit, Gemeinschaft und der Wunsch nach Überfluß. Daran ändert auch die moderne Arbeitswelt nichts.

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Nur begrenzt zuverlässig: Korrektursoftware

Ich habe wenig Angst davor, dass Lektoren eines Tages von Korrektursoftware ersetzt werden könnten. Denn ich merke auch bei meiner Arbeit, wie schnell diese Programme an ihre Grenzen stoßen. Und die wichtigste Aufgabe können sie einem Lektor ohnehin nicht abnehmen: Texte sprachlich zu überarbeiten, sie schöner, eleganter und besser lesbar zu machen.

Ich nutze Korrekturprogramme täglich, ergänzend, als nützliches, kleines Werkzeug. Natürlich gibt es bessere und schlechtere: Die Rechtschreibprüfung von Word für Mac hatte in einem Dokument, das ich gestern bearbeitete, noch nicht einmal fehlende Leerstellen zwischen zwei Wörtern bemerkt. Rot unterkringelt waren lediglich ein paar Eigennamen. Darauf verzichtet man in der Tat besser ganz, um sich nicht in falscher Sicherheit zu wiegen.

Doch von den meisten Programmen kann man durchaus mehr erwarten: Tippfehler werden meistens erkannt sowie einige Zeichensetzungs- und Grammatikfehler (z. B. die Verwechslung von das und dass). In höherem Maße als anderen Programmen gelingt das dem Duden Korrektor, dem zur Zeit besten Korrekturprogramm auf dem Markt. Doch leider liegt da die Tücke im Detail. Auch dieses Programm versteht natürlich nicht die Texte, die es prüft, und erkennt nicht immer den Aufbau der Sätze. Die Folge: Es liegt mit seinen Fehlermeldungen nicht immer richtig. Um dies beurteilen zu können, muss man sich jedoch mit der deutschen Grammatik sehr gut auskennen. Also das ideale Programm für Lektoren, die die angezeigten Fehler auch selbst erkennen würden. Für normale Nutzer ist es dagegen nur bedingt geeignet. Dennoch würde ich empfehlen, Korrekturprogramme zu nutzen: Wenn Tippfehler zuverlässig angezeigt werden, ist schon viel gewonnen. Mehr kann man aber nach heutigem Stand nicht erwarten.