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Wie man eine gute Über-mich-Seite schreibt

Einfach mal was über sich selbst zu erzählen ist nicht einfach. Man will ja nicht zu viel über sich preisgeben, andererseits auch nicht zu steif und glatt wirken. Deshalb schreckt man vor der Über-mich-Seite oft erstmal zurück. Zumal: Wer soll einen solchen Monolog über einen selbst überhaupt lesen?

Die Funktion der Über-mich-Seite: Überzeugen und Verkaufen

Einen langweiligen Monolog will natürlich niemand lesen – aber eine Über-mich-Seite hat ein viel größeres Potential: Sie ist ein erstes Verkaufsgespräch. Der Leser Ihrer Seite hat Interesse, sonst würde er nicht auf Ihre Über-mich-Seite klicken. Und nun will er einfach wissen, mit wem er es zu tun hat und vor allem: was Sie ihm zu bieten haben. Er will wissen, ob er Ihnen vertrauen kann, ob er bei Ihnen richtig ist und ob Sie ihm bei seinem Problem helfen können.

Es wäre also eine vertane Chance, die Über-mich-Seite nur mit ein paar trockenen Daten aus dem Lebenslauf zu füllen.  Denn man kann mit dieser Seite viel erreichen: die Leser interessieren oder sogar begeistern, ihr Vertrauen gewinnen und sie neugierig machen.

Und dafür brauchen Sie gar nicht so viel über sich selbst zu schreiben. Sondern Sie stellen sich dem potentiellen Kunden vor, als wäre es im Gespräch. Dabei schreiben Sie in der Ich-Form. Und da Sie den Leser als Kunden gewinnen möchten,  gehen Sie auf seine möglichen Fragen und Wünsche ein.  Damit das Ganze nicht wie ein langweiliger Monolog wirkt:

  • sprechen Sie Ihren Wunschkunden direkt an (mit „du“ oder „Sie“),
  • stellen ihm Fragen
  • und erzählen ihm, was Sie für ihn tun können.

Aufbau: was alles auf die Über-mich-Seite gehört

Gut, aber was genau erzählen Sie dem Leser jetzt auf Ihrer Über-mich-Seite?  Folgender Aufbau ist zum Beispiel möglich:

  1. An den Anfang können Sie ein kurzes Statement setzen: Sagen Sie kurz, wer Sie sind und was Sie machen.
  2. Dann können Sie ausführlicher werden und dem Leser erklären, wie Sie ihm helfen  und welches Problem Sie für ihn lösen können.
  3. Leser mögen Geschichten, also erzählen Sie hier einfach Ihre: Wie sind Sie geworden, was Sie sind? Wie haben Sie Ihre Berufung entdeckt? Gab es Wendepunkte in Ihrem Berufsleben, entscheidende Momente? Hindernisse, die Sie erfolgreich überwunden haben? Etwas, was Sie besonders geprägt hat?
  4. Warum Sie das alles machen. Wofür setzen Sie sich ein, was sind Ihre Werte, Ziele? Geben Sie dem Leser die Möglichkeit zu verstehen, was Sie bewegt.
  5. Und zum Abschluss können Sie ruhig noch ein bisschen mehr von sich selbst zeigen:  kleine Details, die nichts mit Ihrer Arbeit zu tun haben, etwas über Hobbys, Orte, die Sie mögen oder andere interessante Dinge, die zu Ihrem Leben dazugehören.

Weitere Elemente für die Über-mich-Seite

Der Leser hat nun schon die wichtigsten Informationen von Ihnen bekommen. Doch vielleicht will er noch mehr wissen. Geben Sie ihm die Möglichkeit dazu:

  • Wenn Sie ein Blog schreiben, fügen Sie zu der Über-mich-Seite ruhig noch eine Auswahl Ihrer meistgelesenen Artikel hinzu.
  • Ebenso können Sie Links zu Gastartikeln auf anderen Websites, zu von Ihnen veröffentlichten Büchern, Interviews etc. einbauen.
  • Oder Sie geben Kundenzitate an, Referenzen oder einfach Links zu Ihren Profilen in sozialen Netzwerken.

Und ganz zum Schluss: Ein Foto sollten Sie nicht vergessen. Und auch nicht Ihren Namen. Klingt banal, aber es gibt eine Menge Über-mich-Seiten, auf denen der Name fehlt.