Kommentare 0

Positionierung: Zeigen Sie mit einzigartigen Texten, wer Sie sind

Die Schwachstelle vieler Internetauftritte ist der Text. In vielen Branchen sind die Webtexte der verschiedenen Anbieter kaum unterscheidbar. Sie klingen ähnlich, wirken unpersönlich und belanglos. Im letzten Artikel habe ich einige häufige Fehler bei Webtexten aufgezählt. Nun möchte ich zeigen, wie man es schafft, mit Texten sein Angebot überzeugend darzustellen.

1. Wissen, wo man steht. An der Positionierung arbeiten.

Natürlich wünscht sich jeder einzigartige Texte. Aber was das Besondere an ihrem Angebot eigentlich ist – wissen viele selbst nicht genau. Tatsächlich gibt es viele Anbieter, die ein ähnliches Portfolio haben. Sich da zu positionieren und mit seinem Angebot aufzufallen, gelingt normalerweise nicht auf Anhieb.

Wichtig ist es zu erkennen, dass Positionierung ein langer Prozess ist. Positionierung bedeutet, den richtigen Platz zu finden. Wer eine besondere Nische abdeckt, hat es leichter – aber mit einem breiteren Angebot kann man sich ebenfalls etablieren. Denn auch die Wünsche der Kunden sind oft gar nicht so speziell.

Wenn Sie herausfinden wollen, was Sie einzigartig macht, betrachten Sie nicht nur den Kern Ihres Angebots. Wenn Sie zum Beispiel Webdesigner sind, schwimmen Sie in einem Ozean mit unendlich vielen Mitbewerbern. Doch möglicherweise haben Sie besondere Kenntnisse. Sie haben vielleicht für Kunden aus einer bestimmten Branche gearbeitet. Oder Sie konzentrieren sich auf eine bestimmte Stadt oder Region. Sie können sogar noch einen Schritt weitergehen. Möglicherweise hat das, was Sie auszeichnet, mit Ihrer Persönlichkeit zu tun: Sie können vielleicht besonders gut zuhören und daher die Kundenwünsche genau umsetzen oder Sie können unter Zeitdruck präzise arbeiten. Auch kleine Unterschiede machen Sie einzigartig,

Je gründlicher Sie sich selbst und Ihre Zielgruppe kennenlernen, desto besser gelingt Ihre  Positionierung. Und desto überzeugender können Sie sich auch in Ihren Texten präsentieren. Natürlich brauchen Sie Zeit, um Ihren Platz zu finden. Ein guter Texter kann Sie bei diesem Prozess begleiten und Ihnen helfen, Ihr Angebot zu definieren. Denn er wird Ihnen Denkanstöße liefern und die richtigen Fragen stellen.

2. Keine Angst vor klaren Worten

Wenn Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen beschreiben, brauchen Sie sich nicht zwanghaft um Originalität zu bemühen. Denn dann könnte der Kunde Ihr Angebot nur schwer einordnen.

Meist ist aber das Gegenteil der Fall: Auf den meisten Websites aus einer Branche findet man dieselben abgedroschenen und nichtssagenden Formulierungen, ein aufgeblähtes, hochtrabend klingendes Marketingdeutsch. Dies zeigt oft, dass der Anbieter sich noch nicht eindeutig positioniert hat. Und sich vielleicht noch nicht von der Vorstellung befreit hat, dass man nur dann erfolgreich sein kann, wenn man es so macht wie alle anderen.

Auf der Website darf man aber ruhig Mut zur Individualität zeigen. Und vor allem: mit einfachen, klaren Worten erklären, was man eigentlich anbietet. Denn mit Phrasendrescherei lassen sich keine Kunden gewinnen.

3. Auf SEO-Müll verzichten

Dieser Versuchung erliegen manche ganz am Anfang. Die Website steht, sie ist aber ganz neu und bei Google ziemlich weit hinten. Wie soll der Kunde einen dann finden? Leicht verfällt man auf den Gedanken, man könnte es mit SEO-Texten versuchen: und zwar mit vielen belanglosen, billigen Texten, die um Keywords herum geschrieben sind und so das Ranking verbessern sollen.

Kunden gewinnt man so aber nicht. Im Gegenteil: Diese reagieren auf solche Texte verärgert und sind schneller wieder von der Website verschwunden, als sie draufgeklickt haben. Und Sie positionieren sich so nur als Besitzer der allerneuesten SEO-Müllhalde im Internet.

Wenn Sie Ihr Google-Ranking verbessern wollen, setzen Sie besser auf hochwertige Inhalte (die natürlich auch suchmaschinenoptimiert sind). Auf Informationen, mit denen Ihre Kunden etwas anfangen können. So können Sie sich ein gutes und professionelles Image aufbauen.

4. Auch bei kleinem Budget: Nicht selber schreiben, sondern einen Profi beauftragen

Während große Unternehmen ein hohes Budget für Dienstleistungen haben, ist das bei kleineren Firmen oder Einzelunternehmern meist nicht so. Viele versuchen dann, bei den Texten zu sparen.

Doch wenn es um das Schreiben geht, überschätzt man sich leicht. Texter ist ein professioneller Beruf – das kann man nicht einfach selbst nebenbei erledigen. Sie würden ja auch nicht eine Sekretärin fragen, ob sie Ihr Auto reparieren kann, oder einen Bäcker bitten, Ihr Webdesign zu entwerfen. Beim professionellen Texten ist es genauso: Wenn ein Laie schreibt, entstehen keine Texte auf professionellem Niveau.

Wenn Sie mit Ihrer Website einen professionellen Eindruck hinterlassen wollen, muss sich das in Ihren Texten widerspiegeln. Auf schlechte Texte reagieren die Leser oft sensibler, als viele denken – denn das Angebot wirkt dann nicht glaubwürdig. Das heißt: Wenn Sie nicht ausreichend investieren und sich deshalb nicht gelungen präsentieren, bleiben Ihre Werbemaßnahmen wirkungslos.

5. Zuerst die wichtigsten Texte in Auftrag geben

Dennoch: Das Problem ist ja immer noch da – das Budget ist schmal. Dann hilft nur eins: sich vorerst auf die wichtigsten Inhalte zu beschränken. Also: erst die Imagetexte schreiben lassen, dann, nach und nach, Blogbeiträge oder Produktbeschreibungen.

6. Briefing: Genug Zeit einplanen

Nun sagen  Sie sich vielleicht: Das ist ja alles schön und gut. Aber auch professionelle Texter schreiben manchmal langweilige und austauschbare Texte. Wie kann man das vermeiden?

Natürlich gibt es in jeder Branche gute und weniger gute Anbieter  – auch unter den Textern. Andererseits können Texter nicht zaubern. Um Ihr Angebot optimal zu präsentieren, brauchen sie Informationen. Wenn der Texter Ihnen beim Briefinggespräch viele Fragen stellt, zeigt das, dass er sein Handwerk versteht. Nehmen Sie sich also Zeit, um diese Fragen ausführlich zu beantworten.

Wichtig ist es aber auch, dass Sie dem Texter nicht jedes Detail vorgeben. Wenn es um die eigene Dienstleistung oder das eigene Unternehmen geht, ist man oft betriebsblind: Man kann nur schwer sehen, was für den Außenstehenden und damit auch für den Kunden wichtig ist. Ein Texter erkennt dagegen eher, wie er Informationen gewichten muss, um die Leser anzusprechen und zu einer Reaktion zu motivieren.

 

Sie wünschen sich Texte, die einen Unterschied machen?

Ich berate Sie gerne. Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail: info@andrea-neuhaus.net oder rufen Sie an: 069 59606849

Schreibe eine Antwort