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Nur mit gutem Content kann man Kunden überzeugen
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Billiger Content: Warum Frank Julia keine Torte verkauft hat

Frank ist Konditor und  verkauft seine Torten in seinem Online-Shop. Die Website hat er sich von einer Agentur erstellen lassen und er ist mit ihr rundum zufrieden: Die Kunden können ihre Torten sogar selbst konfigurieren  – eine tolle Sache! Die Rechnung der Agentur war hoch und hatte Franks Budget eigentlich schon ausgereizt. Die Fotos ließ er sich trotzdem noch einiges kosten – das war es ihm wert. Es fehlten nur noch die Texte. Frank fand im Internet einen  Textanbieter: Hochwertiger Content für 1,5 Cent pro Wort, hieß es da. Das klingt gut, dachte Frank. Er überschlug die Kosten: weniger als 80 Euro für die komplette Website. Frank freute sich. Dass man so billig zu guten Texten kommt, hätte er nicht gedacht. Dafür nahm er es auch in Kauf, dass er für die Autoren ein Briefing schreiben musste, was ihn viel Zeit kostete. Denn er wusste nicht genau, was er seinen Kunden eigentlich sagen soll. Schreiben ist eben nicht seine Welt. Nach ein paar Tagen bekam er von dem Content-Anbieter seine Texte. Begeistert war er zwar nicht, denn er fand sie etwas langweilig. Trotzdem dachte er: Der Texter wird schon wissen, was er tut. Hauptsache, die Website ist fertig.

Frank hat einen Fehler gemacht: Ihm war nicht bewusst, wie wichtig hochwertiger Content ist. Begleiten wir kurz seine potentielle Kundin Julia. Dann erkennt man schnell, was alles schiefgegangen ist.

Ein Geschäft, das nicht zustande kam

Julia will ihrer Mutter zum 70. Geburtstag eine Torte schenken. Es soll was Besonderes sein. Sie sucht im Internet und findet Franks Seite. Auf der Startseite liest sie folgenden Text:

 

Unsere große Torten Auswahl

Torten sind lecker und werden oft verschenkt. Wenn auch Sie jemandem eine Torte schenken wollen, sind Sie bei uns genau richtig.

Ob Sie eine klassische oder eine ausgefallene Torte wollen: Bei uns werden Sie fündig. In unserem Torten Sortiment finden Sie  Klassiker wie Schwarzwälder Kirschtorte oder auch Nutella, Marzipan oder Valentinstag Torten. Für persönliche Anlässe empfehlen wir unsere herrliche Marzipan Foto Torte. Ob Sommer oder Winter bei uns finden Sie das Richtige: Fruchtige Früchte Torten oder winterliche Schokoladentorten. Wir versehen Ihre Torte auch gerne mit einem persönlichen Gruß. Wir sind Ihr Ansprechpartner bezüglich des Themas Torten online Bestellung. Denn wir bedrucken Torten jeder Art nach Ihren Wünschen.

 

Julia würde am liebsten mit dem Rotstift über diesen vollkommen misslungenen Text gehen, denn sie ärgert sich über die vielen Formulierungs-, Rechtschreib- und Kommafehler. Nicht jeder Kunde mag darauf so sensibel reagieren. Aber Kunden, die Fehler bemerken, bringen diese automatisch mit dem Angebot in Verbindung. Wer seinen Kunden schlechte, nachlässige Texte zumutet, hat doch sicher auch sonst nichts zu bieten, oder? Die meisten Kunden verlassen eine Website sofort wieder, wenn der Content sie misstrauisch macht.

Zurück zu Julia. Sie schaut sich weiter auf der Website um, weil sie ein Foto einer Sachertorte entdeckt hat. Das ist die Lieblingstorte ihrer Mutter. Sie legt die Torte in den Warenkorb, einfach nur so, obwohl sie noch nicht sicher ist, ob sie sie kaufen will. Im Warenkorb soll sie die Größe der Torte angeben: 30 x 20 cm oder 40 x 30 cm oder 48 x 36 cm? Sie fühlt sich überfordert. Doch Frank hat Glück: Sie klickt seine Seite immer noch nicht weg.

Julia hat ein paar Fragen: Wem gehört dieser Tortenshop? Einem erfahrenen Konditor? Gibt es auch ein Geschäft, wo man die Torte selbst abholen könnte? Kann man dem Anbieter Fragen stellen? Sie klickt auf die Über-uns-Seite und findet dort lediglich ein Foto und folgenden nichtssagenden Text:

 

Wir sind ein Unternehmen mit Tradition. Unser Qualitätsanspruch ist uns besonders wichtig. Deshalb haben wir diese Homepage eingerichtet, damit Sie sich noch besser über unsere Produkte informieren können.

 

Von Julias Fragen wurde keine einzige beantwortet. Doch sie gibt immer noch nicht auf. Von einer so hartnäckigen Kundin können die meisten Verkäufer nur träumen. Sie will noch mehr wissen: Wie sind die Lieferbedingungen? Kann sie sicher sein, dass die Torte heil ankommt? Gibt es eine Lieferung zum Wunschtermin? Mit welchem Versandunternehmen wird verschickt? Kann man sich das Versandunternehmen aussuchen?

Sie klickt auf die Seite „Lieferservice“ und liest:

 

Keine schweren Einkäufe mehr!

Mit unserem Lieferservice bestellen Sie bequem von zu Hause aus und bekommen Ihre Torte direkt an Ihre Wohnungstür geliefert. Kühlwaren werden in speziell entwickelte Transporttaschen gepackt. Wir garantieren die Einhaltung des vereinbarten Liefertermins. Unsere freundlichen Mitarbeiter freuen sich darauf, Ihnen Ihre Torte liefern zu dürfen.

 

Nun hat Julia endgültig genug. Sie zweifelt an Franks Seriosität. Das alles ist ihr zu unsicher, am Ende klappt es nicht und sie hat nur Ärger. Das will sie nicht riskieren, denn Franks Torten sind teuer. Sie wird sich einen anderen Anbieter suchen.

Content muss Vertrauen schaffen

Frank hat  falsch eingeschätzt, wie wichtig Texte sind. Und zwar gerade für Online-Shops. Franks Geschichte ist zwar erfunden, doch ähnliche Fälle gibt es immer wieder.

In dem Geschäft um die Ecke kann ein Kunde sich die Ware vor dem Kauf genau anschauen. Er kann dem Verkäufer Fragen stellen. Anders sieht es bei Online-Shops aus: Der Kunde sieht nur Fotos. Woher weiß er, dass das Produkt in Wirklichkeit genauso aussieht? Dass die Qualität hoch ist? Dass er überhaupt etwas geliefert bekommt, nachdem er bestellt hat?

Die wichtigste Währung im Online-Handel ist Vertrauen. Der Kunde bestellt nur, wenn er sich darauf verlassen kann, dass das Angebot seriös ist. Und dass der Anbieter gute Absichten hat. Davon überzeugen können den Kunden nur Texte. Content für Shops muss Nähe zum Kunden herstellen und alle Informationen liefern, die der Kunde sucht. Gerade weil im Internet alles virtuell ist, sind Offenheit und Zugänglichkeit wichtig: Ein Anbieter muss erreichbar sein. Er muss Kommunikationsmöglichkeiten anbieten. Und vor allem muss er sagen, wer er ist.

Ein Blick hinter die Kulissen: Warum Qualität ihren Preis hat

Ein guter Texter kann einschätzen, nach welchen Informationen die Kunden suchen. Er hätte dafür gesorgt, dass Julias Fragen beantwortet werden. Und dass Frank sich auf seiner Seite sympathisch und professionell darstellt. Ein guter Text braucht aber Zeit: Man muss ihn konzipieren, überarbeiten, korrekturlesen. Und vorher ein ausführliches Briefing-Gespräch mit dem Kunden führen und Informationen recherchieren. Natürlich gibt es solche Texte nicht für ein paar Euro, auch wenn Billig-Content-Anbieter das behaupten. Mal ehrlich: Würden Sie Ihr Fachwissen, Ihre Erfahrung und Ihr Können verschleudern? Sicher nicht. Deshalb erkennt man einen guten Texter auch daran, dass er normale Stundensätze verlangt.

Wenn Frank einen professionellen Texter engagiert hätte …

Dann hätte er keinen Briefingtext schreiben müssen. Der Texter hätte ihm in einem Gespräch alle wichtigen Fragen gestellt. Er hätte sich mit dem Thema der Website und den Erwartungen der Kunden vertraut gemacht und den richtigen Stil gewählt. Er hätte die relevanten Keywords recherchiert und so in den Text eingebaut, dass der Leser es nicht merkt. Er hätte die Texte mehrmals überarbeitet – so lange, bis sie rund und schön klingen.

Frank hätte am Anfang mehr investiert. Doch was zählt, ist nicht die Höhe der Investition, sondern ihre Rentabilität: Wenn Frank mit guten Texten neue Kunden überzeugt hätte, hätten sich die einmaligen Kosten bald amortisiert. Julia hätte bei ihm die Sachertorte für ihre Mutter bestellt. Vielleicht hätte sie ihn weiterempfohlen. Vielleicht wäre sie eine Stammkundin geworden. Verloren hätte Frank jedenfalls nichts, denn mit gutem Content kann man nur gewinnen.

 

SEO-Texte verwandeln das Internet in eine Müllhalde
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Ein hässliches Geschäftsmodell: Billig-Content-Anbieter

Billig-Content-Anbieter versprechen hochwertige SEO-Texte für ein paar Cent pro Wort. Sie bieten jedoch minderwertige Ware, die von unterbezahlten Schreibern im Akkord produziert wird. Die Folge ist, dass das Internet mit überflüssigen, nichtssagenden Texten überflutet wird. Dass es für solche Texte überhaupt einen Markt gibt, ist ein Skandal. Denn sie vermitteln ein falsches Bild vom Schreiben, von der Bedeutung der Sprache und von Texten.

Das Schreiben ist eine Berufung. Ein Autor ringt, kämpft um die richtigen Worte — und um die Erkenntnis, die sich oft erst beim Schreiben selbst formt. Wer schreibt, deutet die Welt, beschreibt die Wirklichkeit oder schafft sogar mit Worten eine neue. Ein guter Text entsteht erst nach langem Nachdenken und gründlicher Recherche. Denn jede Idee bildet sich erst mit der Zeit heraus — ebenso wie aus dem Stein, den ein Bildhauer bearbeitet, nur langsam eine Form entsteht.

Natürlich erfüllt nicht jeder Text diesen hohen Anspruch. Vor Fehlern strotzende SEO-Texte sind jedoch lediglich eine Karikatur von etwas Geschriebenem. Mit ihrem substanzlosen Geplapper hüllen sie das Internet in eine riesige Wolke aus Dummheit. Ihr Entstehungsprozess ist bloß eine Simulation des Schreibens: Textabschnitte werden von anderen Seiten kopiert, Sätze umgeformt, ein paar eigene Wörter eingefügt und möglichst viele Schlüsselwörter möglichst oft benutzt, um die Suchmaschine bauernschlau zu überlisten.

Wer so etwas produziert und sich Autor zu nennen wagt, verhöhnt jeden, der ernsthaft schreibt, denn nichts geschieht dabei aus Liebe zur Sprache. Er verhöhnt das Wissen, das in Texten weitergegeben werden soll und das hier auf ein paar oberflächliche Fakten reduziert wird, die ein ums andere Mal reproduziert werden.

Solche Texte sind ein einziges Ärgernis. Eine Zumutung für den Leser, der im Internet ernsthaft nach Informationen sucht und sich fühlt, als würde er einen Müllhaufen nach einer Perle durchsuchen. Wer Kunden mit Hilfe solcher Taschenspielertricks auf wertlose Seiten locken will, zeigt nicht nur, dass es ihm an Respekt vor ihnen mangelt. Sondern auch, wie vulgär seine Absichten sind: Denn er will Geld verdienen, ohne einen Gegenwert zu liefern, und mit List die eigene Kasse klingen lassen. Mit ehrlicher Arbeit hat das wenig zu tun. Dass die Billig-Content-Schreiber ausgebeutet werden und oft nur auf einen Sklavenlohn von zwei bis drei Euro pro Stunde kommen, macht die Sache um so verwerflicher.

Hoffnungsfroh stimmt es nur, dass Google solche Texte mittlerweile abstraft. Möglichst viele Keywords in den Texten zu verstreuen – das mag vor einigen Jahren noch genügt haben, um das Google-Ranking zu verbessern. Doch primitive SEO-Texte werden heute abgewertet. Noch besser wäre es, wenn man sie gar nicht mehr fände, damit dieses Elend ein Ende nimmt.

Mit gutem Webtext stellen Sie Ihr Angebot überzeugend dar

Singen und schreiben kann doch jeder

Stellen Sie sich vor, Sie gehen in die Oper. Seit Wochen freuen Sie sich schon darauf. Denn Ihr Lieblingskomponist hat ein neues Stück geschrieben. Die Uraufführung wollen Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen …

Sie machen es sich in Ihrem Theatersessel bequem. Der Vorhang geht auf. Sie staunen über das prunkvolle, perfekt ausgeleuchtete Bühnenbild und die prächtigen Kostüme der Sänger. Das Orchester beginnt zu spielen. Gleich hebt der Tenor zur ersten Strophe an. Doch was passiert dann?

Der Tenor trifft kaum einen Ton. Die anderen Sänger auch nicht. Alles hört sich schief an. Sie sind enttäuscht. In der Pause sprechen Sie den Opernintendanten an, der draußen im Foyer steht. „Die Sänger können doch gar nicht singen!“, sagen Sie zu ihm. Er wiegelt ab: Auf den Gesang komme es doch gar nicht an. Das Bühnenbild und die Kostüme seien schon so teuer gewesen. Für richtige Sänger habe das Budget nicht mehr gereicht. Keine richtigen Sänger? Der Intendant hat unter den Technikern und Bühnenbildnern gefragt, wer früher im Schulchor gesungen habe. Das war die billigste Lösung. Und eigentlich hätten die das doch ganz gut gemacht, oder etwa nicht?

Das klingt absurd? Aber es wird noch absurder. Am nächsten Tag steht eine vernichtende Kritik in der Tageszeitung. Die Zuschauer bleiben weg, die Oper ist auf der ganzen Linie durchgefallen. Wie reagiert nun der Intendant? Engagiert er endlich eine professionelle Truppe? Nein, denn er denkt sich: „Das ist der endgültige Beweis. Es lohnt sich eben nicht, für Gesang Geld auszugeben.“

Auf der Bühne wie im richtigen Leben …

Eine merkwürdige Geschichte, oder? Doch etwas Ähnliches erleben Texter immer wieder. Die große Opernbühne ist die Website eines Unternehmens. Das neue Stück: ein Produkt, das präsentiert werden soll. In das Design wird viel Geld gesteckt. Denn die Website soll schick und professionell aussehen. Und der Webtext? Oft heißt es dann: Bühne frei für Amateure. Da muss ein Mitarbeiter ran, der vor zwanzig Jahren in der Schule eine Zwei in Deutsch hatte. Und nicht zuletzt gibt es diese Agenturen, die Webtext ab 1,5 Cent pro Wort anbieten. Und wenn solche Texte nicht die gewünschte Wirkung erzielen?  Das gilt dann als der endgültige Beweis, dass Werbetext nicht funktioniert.

Guter Webtext überzeugt Ihre Kunden

Doch das ist natürlich ein Trugschluss. Die wichtigste Frage ist: Was erwarten die Kunden von einer Website? Sie wollen sich informieren und etwas über ein Produkt erfahren. Sie suchen Antworten auf ihre Fragen: Wozu brauche ich das? Was habe ich davon? Lohnt es sich, dafür so viel Geld auszugeben?

Solche Fragen kann auch das schönste Design nicht beantworten. Sondern nur der Text. Um Ihren Kunden zu überzeugen, müssen Sie die richtigen Worte finden. Gute Webtexte zeigen Ihrem Kunden, wer Sie sind, was Sie zu bieten haben und warum er sich für Sie entscheiden soll.

Es ist wie in einem Konzert: Wenn alles zusammenpasst, Bühnenbild, Kostüme, Inszenierung und Gesang – dann ist es ideal. Ein guter Sänger kann aber sogar in Straßenkleidung in einer Garage singen – und er wird das Publikum begeistern. Einem schlechtem Sänger nutzt das schönste Bühnenbild nichts. Und auch die schönste Website überzeugt den Kunden nicht, wenn er keine Antworten auf seine Fragen findet.

Werbetexter können mit Worten verkaufen. Sie schreiben so, dass im Kopf des Kunden ein Bild entsteht. Also, Vorhang auf für die Profis: Sie bringen Ihre Wörter zum Klingen und Ihre Ideen zum Tanzen.