Kommentare 0

Die Angst vor dem leeren Blatt

Selbst erfolgreiche Schriftsteller kennen sie: die Angst vor dem leeren Blatt. Schreibblockaden gehören leider zum Schreiben dazu. Oft verbirgt sich dahinter die Vorstellung, ein guter Text müsste perfekt sein. Oder man bräuchte eine geniale Idee und müsse besonders kreativ sein. Doch zum Schreiben braucht man nicht die Intuition eines Dichters. Willenskraft und Durchhaltevermögen genügen. Wenn man das Schreiben entzaubert, sich vom Perfektionismus und dem Wunsch nach Genialität verabschiedet, verschwindet mit der Zeit auch die Angst vor dem weißen Blatt. Hier ein paar Tipps, wie dies gelingen kann.

 

1. Nicht mit einem zu hohen Anspruch beginnen. Niemandem fließen von Anfang an perfekt formulierte Sätze aus der Feder. Gute Formulierungen fliegen einem nicht zu, sie müssen sich erst entwickeln. Am besten schreibt man erst eine Rohfassung des Textes. Wenn diese steht, kann man kürzen, streichen an den Formulierungen feilen … Statt auf einen genialen Einfall zu warten, besser kontinuierlich am Text arbeiten.

 

2. Daher ist es auch besser, nicht auf den perfekten ersten Satz zu warten. Wichtig ist es, überhaupt anzufangen. Zum Beispiel mit dem zweiten oder dritten Satz. Mit dem zweiten Abschnitt. Mittendrin. Und wenn man nicht weiterkommt: Stichwörter notieren oder an einer anderen Stelle weitermachen. Die Lücken kann man später auffüllen.

 

3. Das Schreiben fällt leichter, wenn man genug Zeit in die Vorarbeiten investiert. Wenn man ein detailliertes Inhaltsverzeichnis mit Unterpunkten erstellt, sieht die Aufgabe, die vor einem liegt, gar nicht mehr so groß aus: Dann kann man das große Werk in viele kleine Aufgaben unterteilen, die man nach und nach abarbeitet.

 

4. Und die beste Motivation für den nächsten Schritt: sich selbst belohnen, wenn man eine Aufgabe erledigt hat.

Schreibe eine Antwort