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Mit gutem Webtext stellen Sie Ihr Angebot überzeugend dar

Singen und schreiben kann doch jeder

Stellen Sie sich vor, Sie gehen in die Oper. Seit Wochen freuen Sie sich schon darauf. Denn Ihr Lieblingskomponist hat ein neues Stück geschrieben. Die Uraufführung wollen Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen …

Sie machen es sich in Ihrem Theatersessel bequem. Der Vorhang geht auf. Sie staunen über das prunkvolle, perfekt ausgeleuchtete Bühnenbild und die prächtigen Kostüme der Sänger. Das Orchester beginnt zu spielen. Gleich hebt der Tenor zur ersten Strophe an. Doch was passiert dann?

Der Tenor trifft kaum einen Ton. Die anderen Sänger auch nicht. Alles hört sich schief an. Sie sind enttäuscht. In der Pause sprechen Sie den Opernintendanten an, der draußen im Foyer steht. „Die Sänger können doch gar nicht singen!“, sagen Sie zu ihm. Er wiegelt ab: Auf den Gesang komme es doch gar nicht an. Das Bühnenbild und die Kostüme seien schon so teuer gewesen. Für richtige Sänger habe das Budget nicht mehr gereicht. Keine richtigen Sänger? Der Intendant hat unter den Technikern und Bühnenbildnern gefragt, wer früher im Schulchor gesungen habe. Das war die billigste Lösung. Und eigentlich hätten die das doch ganz gut gemacht, oder etwa nicht?

Das klingt absurd? Aber es wird noch absurder. Am nächsten Tag steht eine vernichtende Kritik in der Tageszeitung. Die Zuschauer bleiben weg, die Oper ist auf der ganzen Linie durchgefallen. Wie reagiert nun der Intendant? Engagiert er endlich eine professionelle Truppe? Nein, denn er denkt sich: „Das ist der endgültige Beweis. Es lohnt sich eben nicht, für Gesang Geld auszugeben.“

Auf der Bühne wie im richtigen Leben …

Eine merkwürdige Geschichte, oder? Doch etwas Ähnliches erleben Texter immer wieder. Die große Opernbühne ist die Website eines Unternehmens. Das neue Stück: ein Produkt, das präsentiert werden soll. In das Design wird viel Geld gesteckt. Denn die Website soll schick und professionell aussehen. Und der Webtext? Oft heißt es dann: Bühne frei für Amateure. Da muss ein Mitarbeiter ran, der vor zwanzig Jahren in der Schule eine Zwei in Deutsch hatte. Und nicht zuletzt gibt es diese Agenturen, die Webtext ab 1,5 Cent pro Wort anbieten. Und wenn solche Texte nicht die gewünschte Wirkung erzielen?  Das gilt dann als der endgültige Beweis, dass Werbetext nicht funktioniert.

Guter Webtext überzeugt Ihre Kunden

Doch das ist natürlich ein Trugschluss. Die wichtigste Frage ist: Was erwarten die Kunden von einer Website? Sie wollen sich informieren und etwas über ein Produkt erfahren. Sie suchen Antworten auf ihre Fragen: Wozu brauche ich das? Was habe ich davon? Lohnt es sich, dafür so viel Geld auszugeben?

Solche Fragen kann auch das schönste Design nicht beantworten. Sondern nur der Text. Um Ihren Kunden zu überzeugen, müssen Sie die richtigen Worte finden. Gute Webtexte zeigen Ihrem Kunden, wer Sie sind, was Sie zu bieten haben und warum er sich für Sie entscheiden soll.

Es ist wie in einem Konzert: Wenn alles zusammenpasst, Bühnenbild, Kostüme, Inszenierung und Gesang – dann ist es ideal. Ein guter Sänger kann aber sogar in Straßenkleidung in einer Garage singen – und er wird das Publikum begeistern. Einem schlechtem Sänger nutzt das schönste Bühnenbild nichts. Und auch die schönste Website überzeugt den Kunden nicht, wenn er keine Antworten auf seine Fragen findet.

Werbetexter können mit Worten verkaufen. Sie schreiben so, dass im Kopf des Kunden ein Bild entsteht. Also, Vorhang auf für die Profis: Sie bringen Ihre Wörter zum Klingen und Ihre Ideen zum Tanzen.

Was macht einen Roman zu einem guten Roman?
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Was macht einen guten Roman aus?

Ich bekomme oft Anfragen von Autoren, die ihre Lebensgeschichte niedergeschrieben haben. Da sie einiges verschleiert haben, eventuell die Handlung in eine andere Stadt verlegt und sich selbst in dem Text einen anderen Namen gegeben haben, sprechen sie oft von einem „Roman“, für den sie einen Verlag suchen. Ein Anliegen, das durchaus nachvollziehbar ist: Denn wo verläuft eigentlich die Grenzlinie zwischen einem biographischen und einem literarischen Text?

Auf den ersten Blick sieht die Sache eindeutig aus: Eine Lebensgeschichte ist kein Roman, auch dann nicht, wenn man seinen Protagonisten, also die eigene Person, im Text Otto Edelherz nennt, obwohl man Friedrich Großhand heißt. Doch ganz so einfach ist es nicht: Kaum ein Roman kommt ohne biographische Anteile aus. Man denke nur an die Buddenbrooks. Und was ist mit Hybridgattungen wie biographischen Romanen oder fiktionalen Biographien, die es doch auch gibt?

Ich möchte nicht mit Begriffen langweilen, sondern einfach zwei Merkmale nennen, die viele gute Romane aufweisen:

– Sie sind exemplarisch für ihre Zeit, zeigen die herrschenden Stimmungen, den Zeitgeist. Auch hier sind die Buddenbrooks das beste Beispiel, diese Seelengeschichte des protestantischen Bürgertums, die zugleich ein weiteres wichtiges Kennzeichen enthält:

– Sie nehmen Stimmungen vorweg, drücken Ahnungen aus, die sich erst später als richtig erweisen. Der Autor hat also ein Gespür für Dinge, die „in der Luft liegen“. Wie Thomas Mann, der mit den Buddenbrooks einen Abgesang auf die Welt schrieb, in der er selbst noch verwurzelt war.

Dass dies die wenigsten Bücher leisten können, seien sie biographisch motiviert oder nicht, liegt auf der Hand. Niemanden möge dies vom Schreiben abhalten. Doch möge auch niemand enttäuscht sein, wenn kein Verleger in einer niedergeschriebenen Lebensgeschichte Bestsellerqualitäten erkennen will.